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Ökonomie, wie von nun an diese Richtung genannt wurde, auszu-bauen.
,,Die Nationalökonomie verfolgt. . . auch“, schreibt er 56 , „einenanderen ethisch höheren Zweck... Sie erkennt es als ihren Be-ruf..., auch die zur Vervollkommnung und Weiterentwicklung desBestehenden und Vorhandenen dienlichen Mittel und Bedingungenvorzuführen, die Verwirklichung in einer allseitig befriedigenderen,den Forderungen der Vernunft und Gerechtigkeit entsprechenderenGüterverteilung anzubahnen... sowie auch die unabweislicke Not-wendigkeit der steten Beachtung der ewigen Gebote der Humani-tät und Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Moral,der sozialen und politischen Ethik klarzulegen und festzustellen“(vom Verfasser gesperrt) . .. Sie ist bestrebt, neben die Logik desReichtums... eine Logik der Gerechtigkeit, der Moral undder Humanität zu setzen (wie oben). Sie stellt sich dar- „nicht alsein bloß empirischer, das Gegebene und Vorhandene ausschließlichbeobachtender und geistig reproduzierender Wissenszweig... son-dern sie wird zu einer... hochwertigen Disziplin, das heißt zueiner ethisch-philosophischen Erfahrungswissenschaft“ (!).
Diese Ideen griffen in allen Ländern rasch um sich. Kautz selbststellt eine Liste der „ethischen“ Nationalökonomen seiner Zeit undder letzten Vergangenheit zusammen 57 , die hier Platz finden möge:Italiener: Fr. Fuoco, Gioja, Scialoja, Trinchera, Bianchini,Boccardo, Rusconi, Romagnosi, Genovesi, Savarese;Deutsche: Soden, Ad. Müller, Schmitthenner, Baumstark,Schüz, Hildebrand, Roscher, Uhde, Mischler, Rau, List,Schön, Knies, Roßbach, Mohl, Schulze;
Engländer: McCulloch (!), Scrope, Chalmers, Whateley, I. St.
Franzosen: Droz, Blanqui , Dunoyer, Chevalier, Villeneuvc,Ott, Demetznoblet, Garnier, Aubry (i85i), Destutt de Tracy .
Diese Liste ist sicher falsch. Es finden sich eine Masse vonNationalökonomen darauf, die bestimmt nicht der von Kautz ver-tretenen Richtung angehörten. Aber es fehlen auch Männer, die