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Kunstverfahren zur zweckmäßigen Erzielung eines Erfolges.In diesem Sinne hat eine Technik jedes geschlossene Gebietmenschlichen Handelns. Wir haben eine Gesangstechuik ebenkennen gelernt; wir kennen in diesem Sinne ebenso eine Kriegs-technik, eine Technik der Architektur, ja sogar der Religions-gesellschaften, von der Schaffte einmal gesprochen hat u. s. w.
Innerhalb dieses großen Kreises, den so die Technikumschließt, läßt sich nun absondern ein Gebiet, das wir füglichals das der materiellen Technik bezeichnen können. Das wäredann der Inbegriff aller derjenigen Fertigkeiten und Kenntnisse,die dazu dienen, in zweckmäßiger Weise die Dinge der äußerenNatur zu nutzen. In diesem Sinne giebt es beispielsweise eineTechnik der Feuerwaffen, eine Technik der Musikinstrumente, eineTechnik der Meßapparate, eine Technik der astronomischen In-strumente u. s. w. Es ist nun klar, daß das, was wir hier unterTechnik verstehen wollen, einen Teil dieser materiellen Technikumfaßt, und zwar denjenigen Teil, der darauf gerichtet ist, fürdie Zwecke des Wirtschaftslebens, also für ökonomische Zweckethätig zu sein. Wir können den Begriff der Technik in demSinne, mit dem wir es hier zu thun haben, genauer bezeichnenals ökonomische Technik. Es wird damit unser Begriff be-stimmt in der Richtung auf das Wirtschaftliche, ist also inseiner Eigenart abhängig von diesem Begriffe des Wirtschaft-lichen selber.
War es verhältnismäßig leicht, über den Begriff desTechnischen im Sinne des Ökonomisch-Technischen uns zueinigen, so wird es einige größere Mühe verursachen, den Be-griff des Wirtschaftlichen festzustellen, und zwar deshalb, weildieser Begriff, wie das so üblich ist in unserer Wissenschaft,mit allerhand Nebel unklarer Borstellungsweise umgeben ist.Unsere nationalökonomischen Begriffe befinden sich ja fast alle