„Monographie der dewlschcn Popjchiiecke."
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zehnten Jahrhunderts seinen klassischen „Beitrag Zur Naturgeschichteder Mollusken und Testaceen". die „Monographie der deutschenPostschnecke", worinnen er sagt: „Über Postwagen habe ich schonauf früheren Fahrten die besten satirischen Einfälle gesunden, dochsie alle wieder verloren. Mein Jdeenmagazin ist zu klein undgibt mir keinen Platz, um Gcdankenernten, die ich gleich verzehreund niederschreibend verarbeite, aufzuspeichern. Gedanken überPostwagen konnte ich aber nie gleich ausschreiben, da der Stoszdieser mit dem Anstoße zu jenen immer zusammenfiel."
Aber einen schier unerschöpflichen Born für allerhand Witzund Zatire bildete das Tempo, in dem man mit der Post be-fördert wurde. Wer sich darüber unterrichten will, studiere dieobgenannte Abhandlung Ludwig Bornes , in der sehr viele hübscheGeschichten erzählt sind. Die damaligeil Journalisten trieben ihrFach noch gründlich und mit vielem Eifer. So fehlt es denn der„Monographie" unseres Gewährsmanns auch nicht an „statistischemMaterial"; der Autor selbst übersetzt Statistik des Postwagens mit„Stillstandslehre". Hier der Kursbericht einer Fahrt von Frankfürt nach Ztuttgart. Die Fahrzeit betrug 40 Stunden; die Aufent-halte waren diese:
Stunden
Minuten
n Zprendingen
. —
12
. —
50
. —
45
. —
30
1
15
. —
30
. 0
15
, Neckargenumd .
1
15
. —
12
. —
15
, Fürfeld . . .
. —
30
, Heilbronn . .
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10
1
5
, Ludwigsbnrg
1
—
Zumma: 14 Stunden 44 Minuten.