Die natürl. Beschaffen!), c. Landes nicht ausschlaggeb, f. seine Volkswirtsch. HZ
Umfange dessen Volkswirtschaft zu beeinflussen vermögen, daßvielmehr andere, wichtigere Faktoren als die recht eigentlich be-stimmenden anzusprechen seien. Ist es denn nicht in der Tat er-staunlich, daß aus solchem armseligen Lande, wie es unsere liebeHeimat trotz der paar Kohlen-, Eisen- nnd Kalisalzlager doch bleibt,ein so mächtiger Staat entstanden ist, dessen Stellung im Rate derNationen angesehen, dessen Reichtnmsentfaltung während der letztenMenschenalter beneidet ist? Daß inmitten jener Sandwüste, vonder wir schon mehrere Proben bekommen haben, sich eine Stadterhebt, die zwar nicht an Schönheit und Kultur, aber doch anReichtum und Lebendigkeit die alten Großstädte Europas zu ver-dunkeln beginnt? Es hat etwas Ergreifendes, so Mächtiges ausso unvollkommener Natur erstehen zu sehen. Als Symbol diesesneuen, kraftvollen Deutschlands und seiuer Entfaltung möchte ichdas bekannte Plakat betrachten, das Sütterlin für die Berliner GeWerbeausstellung im Jahre 1890 entworfen hat: die nervigeRiesenfaust, die aus der Sandwüste hervorbricht und den titanischenHammer gen Himmel schwingt. Also die Menschenfanst ist e5,die gleichsam aus dem Nichts ein großes Reich geschaffen hat: dievom Menschengeist geleitete Faust, wollen wir hinzufügen. Dasführt uus aber zu der Frage: welches denn die Eigenarten derMenschen sind, die Deutschland bewohnen, und inwieweit dessen volk-liche Beschaffenheit von bestimmenden Einfluß auf deu Gang seinesWirtschaftlebens im neunzehnten Jahrhundert geworden ist. Damitwerde ich auch einige Gedankengänge erst recht zu Eude sühreukönnen, die ich in diesem Kapitel nur gerade augedeutet hatte.Ich meine die Zusammenhänge, die zwischen der Natur eiuesLandes und der Eigenart seiner Bewohner bestehen.
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