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Die deutsche Volkswirtschaft im neunzehnten Jahrhundert / von Werner Sombart
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Das Volk.

der Lebensführung (solange er noch nicht am Ziele ist) befördernseine Strebungen: was er selbst nicht erreicht hat, wird der Sohn,wird der Enkel erreichen. Immer unverdrossen weiter! Immerbetriebsam! Immer treibend! Ein rechter Sauerteig!

Eng im Zusammenhange mit diesem starken Willen steht dieunzweifelhafte Veranlagung der jüdischen Rasse zum Eigen-nutz, oder wie es Marx nennt, zum praktischen Bedürfnis. Jeder-mann kennt den Ausspruch eines auderen größten Stammes-genvssen Spinozas:Um das, was wir zu unserem Heil undzu unserer Ruhe fordern, zu erlangen, bedürfen wir keiner andernGrundsätze als allein, daß wir das beherzigen, was zu unsermeigenen Vorteil gereicht." Wenn wir so viel Juden mit geradeentgegengesetzter Denkweise finden, mit einem, fast kann mansagen, überspannt altruistischen Sinne, einer rigorosen Selbst-losigkeit und einem zelotischen Eifer gegen alles eigensüchtigeWesen, so dürfen wir gerade aus diesen Reaktionserscheinungenauf die Existenz des gekennzeichneten Nativualcharakterzuges schließen.Man hat oft und mit Recht hervorgehoben, wie gerade daswahrhaft heroische Prophetentum, das einzelne Angehörige derjüdischen Rasse auszeichnet, eine volkliche Veranlagung voraus-setzt, die in ganz besonders hohem Grade das Bußepredigen heraus-fordern mußte. Hier interessiert uns nur der Zusammenhangzwischen diesem eigennützigen Grundzuge uud der Bedeutung derJuden für das Wirtschaftsleben. In den: Maße, wie in diesemdie reine Geschäftsmoral zur ausschließlichen Geltung gelaugt, derGrundsatz als selbstverständlich anerkannt wird, daß man allesdarf, was man kann (innerhalb der manchmal sehr dehnbarenstrafrechtlichen Schranken) und das gilt im wesentlichenheute müssen, das ist wiederum klar, sich Vorteile sür eineNasse ergeben, die in besonders hohem Grade eigennütziger Ge-sinnung fähig ist. Hiermit hängt Wohl auch das zusammen, wasmau als Skrupellosikeit im jüdischen Wesen bezeichnet. Der Judepflegt weniger Peinlich in der Wahl der Mittel zu sein, die ihnzum Ziele führen. Daher ist er auch eiu Virtuose der Reklame.Aus deren richtiger und ausgiebiger Anwendung beruht nnn aberwiederum heutigeutags ein großer Teil des wirtschaftlichen Erfolges,