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Die Technik,
Organisieruugsprozeß der Natur durch künstliche Voruahmeu er-setzt, und daß ihre Erzeugnisse die Stelle organisierter Materieim wirtschaftlichen Prozeß einzunehmen imstande sind,
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Vou den Wandlungen, die die Technik im Gebiete desVerkehrswesens erfahren hat, weiß man meistens mehr alsvon den Produttions - technischen Neuerungen: sie drängen sichdurch die Erfahrungen des täglichen Lebens auch dem Laien auf.Ich kann mich deshalb hier mit einigen Andentnngen begnügen.
Natürlich steht im Vordergründe des Interesses die Erfindungder Dampfeifenbahu durch George Stephenson (1825). Sieberuht auf der Kombination zweier schon längere Zeit nebenein-ander bestehenden Einrichtungein des Schienenweges, der seiueHerkunst aus den deutschen Bergwerken herleitet, wo er schon imfünfzehnten Jahrhnndert unter Verwendung hölzerner Schienengenutzt wurde, und des Tamvswagens, den zuerst Cuguvt (1769)erbaut hatte. Deutschland svlgte in der Anwendung der neuenTechnik verhältnismäßig bald den westeuropäischen Ländern nach,wie aus dem elften Kapitel und aus der Anlage 22 ersichtlich ist.
Mit der Ausdehnung des Eisenbahnbanes ist eine sortgesetzteVervollkommnung der Eisenbahntechnik gleichen Schritt gegangen:anch hier haben sich die Fortschritte der Eisenindustrie als einwichtiger Faktor der Verbesserung erwiesen: der Unterbau ist durchEinführung der eisernen Schwellen, der stärkereu Stahlschienensolider geworden. Größe und Zugkraft der Lokomotiven sind ebensowie ihre Geschwindigkeit unausgesetzt gewachsen: die ersten Maschinenhatten eine Leistnngsfähigkeit von 20 bis 30 ?3, heute prästiereudie großen Schnellzugslokomotiven 300 ?3.
Aber während solchermaßen sich eine neue Technik in denEisenbahnen Bahn brach, sind die übrigen Transportmittelvon der Technik nicht etwa vernachlässigt worden. Gerade erstin der Ära der Eisenbahnen haben sich der Straßenbau, die Flnß-korrektiou und der Kanalban zn hoher Leistungsfähigkeit entwickelt.
Gewaltiges hat die Strombautechnik im verflossenen Jahr-