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Der Handel.
wie es ein modernes Warenhans ist, Anforderungen an Geist undTatkraft von einer Größe stellen, die aller handwerkmäßigen Aus-übung des Berufes fremd war, so ist es doch offensichtlich, das;der Inhalt dieser neuen Tätigkeit nichts mehr von dem persönlichenCharakter an sich trägt, der dem alten Handwerker anhastete.Nicht mehr die innige Beziehung zur gehandelten Ware, wie siedie iutime Brauchenkenntnis vermittelt, uicht mehr die persöulicheFühlung mit der Kuudschaft ist eS, was über den Erfolg einessolchen großen Handelsgeschäfts entscheidet. Ware und Publikumwerdcu vielmehr gleich vertretbar. Sie erscheinen nur uoch alsqnalitätslvse Größen, mit denen rechnerisch geschickt umzugehendie Aufgabe des Unternehmers wird. Auch der iunere Betriebeines derartigen Rieseugeschäfts wird aller Seele beraubt, die indem kleinen Laden des Visrix ZMosnf ihr Wesen trieb. WieGlieder eines leblosen Mechanismus wirken die Tausend und Aber-tausend Angestellten eiu unpersönliches Gesamtwerk, und ihr wohl-geordnetes, seelenloses Jneinandergreisen stellt recht eigentlich eiuSinnbild des gesammten modernen Wirtschaftslebens vor . . .
Aber uuu weiter im Text! Dieses ganze Kapitel hindurchwurde au verschiedeneu Stellen schon daraus hingewiesen, in wiegroßer Abhängigkeit die neu sich bildende Handelsorganisation vonder Entwickelung des Verkehrswesens im neunzehnten Jahrhundertsich befindet. Bon dem ZwillingSbrnder des Handels, dem Ver-kehr, soll denn nun das folgende Kapitel erzählen.