Spezialisierung und Kvinl'inicruug einzelner gewerblicher Tätigkeiten. Z45
Waggonmanufaktur (aus Schmieden, Schlossern, Tischlern, Stell-machern, Lackierern, Glasern, Klempnern, Tapezierern, Sattlern,Malern und andern kombiniert), das Bangeschäft, die Bauunter-nehmung (aus einigen oder sämtlichen Bauhandwerkern zusammen-gesetzt), das Ansstattungsgeschäft (das Tapeziererei, Tischlerei,Drechslerei und anderes vereinigt).
Man sieht: eine fast grenzenlose Menge von Varietäten weistdie Entwickelung des modernen Gewerbewesens in ihrem Übergangaus der handwerksmäßigen Organisation in die kapitalistische auf,denen aber dies eine gemeinsam ist: daß sie sämtlich einer Ver-allgemeinerung kapitalistischen Wesens die Wege ebnen.
Wie ich schon hervorhob: nicht eine Vernichtung, wohl abereiue durchgängige Gefährdung des Handwerks, auch in den Gewerbe-zweigen, in denen es noch standgehalten hat, ist das Ergebnis derWandlungen im nennzehnten Jahrhuudert. Deshalb erscheint dieBedeutung des Handwerks in der Statistik heute (1895) nochgrößer, als sie tatsächlich ist. Die Aussühruugeu auf diesenBlättern sollten vornehmlich bezwecken, das Urteil des Lesers beimStudium der Statistik zu schärfen. Aus dieser selbst, vou derich in den Anlagen 32 und 33 eiue Probe gebe, möge er nundas übrige ersehen. Namentlich die Anlage 33 ist in ihren Er-gebnissen ungemein lehrreich. Trotzdem die Ziffern zwei weit aus-cinanderliegende Zeiträume, die Jahre 1834 und 1895, betreffenund dadurch an Wert gewinnen, sind sie doch sehr wohl vergleich-bar, wenigstens soweit, um eine ungefähre Vorstellung von demEntwickelungsgänge des Handwerks im neunzehnten Jahrhundertzu geben. In dem gleichen Gebiete (Königreich Preußen alten Be-standes) hat die Zahl der Handwerker in den zwei Menscheualternnoch um rund Million zugenommen: der Anteil der Hand-werker an der Gesamtbevölkerung ist gleichwohl ein wenig: von4.1 auf 3.7 "/g gesunken; zieht man die im Vorstehenden gemachtenBemerkungen in Betracht, so ist die Verringerung noch etwasstärker. Im übrigen muß ich schon voraussetzen, daß der Leserdie Tabelle selber studiert, die allen erwünschten Aufschluß gibt,wohlgemerkt: soweit dazu die Statistik überhaupt imstande ist.
Ist es aber eine unbestrittene Tatsache, daß im Laufe des