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Die deutsche Volkswirtschaft im neunzehnten Jahrhundert / von Werner Sombart
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Handelsbilanz der Eisenindustrie vor 60 Jahren und heute.

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a) Die berechnete Mehreinfuhr von Roh-eisen von.......... 1 117 302 Zollztr.

v) Das Material, das Halbfabrikat, Roh-eisen, zu der Mehreinfuhr von Slab-eisen. Diese war 1842: 891 436Zollzentner. 72 Zentner Schiniedeisensind 100 Zentner Roheisen; die891 436 Zollzentner Schmiedeeisen er-geben also......... 1 238 106 Zollztr.

sind 2 355 408 Zollztt.Da der Zollverein etwa 3 Millionen Zentner Roheisen pro-duziert, so müßte diese Produktiv» fast um das Doppelte, uäherwie 5 : 9 sich erhöhen, wenn der Zollverein seinen Eisenbedarfaus eigener Produktion decken sollte. Es steht sehr dahin, obdies möglich sein wird. Wenn durch hohen Einfuhrzoll aufRoheisen auch die Konkurrenz fremden Roheisens verringert werdenkann, so wird doch ein Zuschuß vom Auslande nach den hiergegebenen Zahlenverhältnissen bei dem sehr gestiegenen Verbrauchdes Eisens im Zollverein nötig bleiben, und nur der Preis desRoheisens gesteigert werden. Festzuhalten ist immer, daß außerder namhaften Mehreinfuhr von Roheisen und Stabeisen auchim preußischen Staate dennoch die Produktion von Roheisen undSchmiedeeisen in der Zeit von 1840 bis 1842 nicht zurückgegangen,sondern gestiegen ist."

Und am Schluß des Jahrhunderts? Erzengt die deutscheEisenindustrie- nicht nur die von Dieterici oben berechneten2^/z Millionen Zollzentner mehr, sondern außerdem uoch 167^/.,Millionen Zentner! Und zwar so gut wie völlig unabhängigvom Auslande, wie die Übersicht in der Anlage 58 deutlich er-kennen läßt. Sie bezieht aus jenem ^/^ des Roheisenbedarfs undebenfalls des Bedarfs an Eisenerzen (329 000 t von 17.9Millionen Tonnen Jahresförderung im Durchschnitt 1898 bis1900). Dafür liefert sie aber noch beträchtliche Überschüsseein-fach bearbeiteten" Eisens, das ehedem auch vom Auslande kam,an dieses ab.

Ziehen wir nun in Betracht, daß aus die Montanindustrie

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