Das Wesen der gewerkschaftlichen Organisation. 47
Kapitals, und weil aus dieser Situation ganz von selbsteine schärfere Konknrrenz der Arbeiter untereinander alsder Kapitalisten untereinander sich ergibt. Zwar sind beideam letzten Ende gleichmäßig aufeinander angewiesen, nmexistieren zu können: gerade wie der Möbelmagazininhaberund der verhökernde Tischlermeister nicht einer ohne denandern bestehen könnten. Uud trotzdem ist in dem schtieß-lichen Handel der Tischlermeister benachteiligt. Ter Arbeiterist aber nichts weiter als ein solcher trölsur, der uicht ab-warten kaun. Das ist die sattsam bekannte Lage der Tiuge,ans der uun die Aufgabe der Gewerkvcreine folgt, denArbeiter zum Abwarten zu befähigen: voilä tont.Tiefe Aufgabe enthält zwei Teile:
1. Fürsorge dafür, das; die von einem zum Abwarreugeueigteu Arbeiter freigelassene Arbeitsstelle nicht von einemander» eingenommen wird;
2. Fürsorge dasür, daß der abwartende, also Verdienst-lose Arbeiter leben kann.
Als womit die beiden Seiten der Tätigkeit aller Ge-werkvereine als Organisatoren des Kampfes um die besteuArbeitsbedingungen klar in ihrer grundsätzlichen Bedeutungvorgezcichnet sind. Tenn daß es zur Erfüllung jener Aus-gaben einer einheitlichen Zusammenfassung vereinzelterArbeiterindividueu zu geschlossenem Auftreten bedarf, istohne weiteres klar. Nur wenu die Arbeiter einer Fabrik,einer Stadt, eines Bezirks gemeinsam fordern, nur wennsie es erreichen können, daß anders woher uicht Arbeits-willige kommen — „Zuzug fern zu halten" ist das Leit-motiv aller modernen gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung,das so recht eigentlich deren Grundgedanken auSspricht —nur dann erfüllen sie jene erste Bedingung erfolgreichenForderns, daß an den nötigenfalls verlassenen Arbeitspostenkein anderer als Ersatz tritt. Und nnr wenn sie durch