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Die gewerbliche Arbeiterfrage / Werner Sombart
Entstehung
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71
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Die Konsumentenorganisationeu. 71

Die Vorteile, die mit dem Zusammenschluß der Kon-sumenten zu gemeinsamem Wareneinkanf und Warenbezugverknüpft sind, sind eben vornehmlich folgende:

1. Verbilligung der bezogenen Waren.

Ein Zahlenbeispiel verdeutlicht am besten, um welcheSummen es sich dabei handelt^): das Ausgabebudget zweierBannener Arbeiterfamilien betrug beim Einkauf

im GenossenschaftsladenWochenbedarf I 6,19 Mk.

II 8,97 ..

X 52 ^ Jahresbcdarf I 321,88 -17,70 Mk.(Rückvergütung 51/2°/°)Jahresbedarf II 466,4425,65 Mk.(Rückvergütung)im PrivatgeschäftWochenbedarf I 7,30 Mk.

II 10,24 ..

X 52----Jahresbedarf I 379,60 ..

davon ab 304,1 8also erspart 75,42 Mk.

Jahresbcdarf II 532,48 ,.davon ab 440,79also erspart 91,69 Mk.

2. Ta die meisten Konsumvereine das System derPioniere von Rochdale" (der ersten englischen Konsumenten-genossenschaft) eingeführt haben, nämlich die Waren in denKonsumvereinsläden zum ortsüblichen Preise zu verkaufenund den über den Selbstkostenpreis erhobenen Betrag amSchlüsse des Jahres zurückzuvergüten, so bedeuten die Kon-sumvereine heutcfür ihre Mitglieder eine Art von Zwangs-

Mitgeteilt von Dr. Richn in den Schriften der Gesellschaft fürSoziale Reform, Heft 9, 1903, S. 8.