42 Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.
schaften des Ganzen überhaupt, hat die erweiterte Eigen-wirtschaft zurVoraussetzung bereits eine weitgehendeTifferen-zieruug der Macht- und NcichrnmSverhältnisse, insbesondereeine starke Akkumulation von Grundbesitz in der Hand einesHerrn einerseits, einen entsprechend hohen Entwicklungsgradder Produktivität der Arbeit anderseits. Die Akkumulationvon Grundbesitz ist deshalb die notwendige Voraussetzung,weil sie allein die natürliche Basic- einer Wirtschaft bildet,die den Bedarf einer größeren Anzahl von Personen anNahrungsmitteln und Rohstoffen in ihrem Kreise decken will.Tie Differenzierung der Machtverhältnisse ist deshalb un-entbehrlich, weil die erweiterte Eigenwirtschaft zur Voraus-setzung die Abhäugigwerdung zahlreicher Personen voneinem Wirtschaftssubfckte hat, während endlich ein ent-sprechend hoher Grad der Produktivität der Arbeit erreichtsein muß, damit die Herrschaft, ohne selber Hand anzulegen,von den Erträgnissen ihrer abhängigen Leute zu existierenvermag.
III. Die handwerksmäßige Organisation.
1. Tie Bedeutung des Wortes Handwerk.
Tas Wort Handwerk wird in verschiedener Bedeutunggebraucht. Grimms Wörterbuch zählt deren drei auf; eslassen sich jedoch leicht noch mehr Bedeutungen entdecke!?.
Handwerk bedeutet:
a) das mit der Hand vollbrachte Werk oxus inanuka^tunr;
b) im engereu Sinne „ein dauernd betriebenes Ge-werbe, zu dessen Ausführung vorzüglich manuelle Gcschicklich-keit erforderlich ist, ars urselrauicza, unterschieden von derKunst und von der niedrigen Handarbeit";
o) Technik, Inbegriff derjenigen Fertigkeiten, die zurVollbringung eines Handwerks erfordert werden: