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1 (1904)
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Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.

Taraus ergibt sich, daß zum Wesen der handwerksmäßigenOrganisation der Anstansch der Produkte zwischen den ver-schiedenen Wirtschaften notwendig gehört. Trotzdem jedochdie einzelnen Wirtschaften ihre Produkte untereinander aus-tauschen, erfolgt die Produktion selber noch unter dem Ge-sichtspunkte der Bedarfsdeckung, oder wie man es anch aus-drücken kann: die produktive Tätigkeit ist noch auf dieHervorbringn»« von Gebrauchsgntern gerichtet nnd erhältdamit ihre qualitative Färbung. Richtung gebend für dieProduktion bleibt nämlich der quantitativ wie qualitativumschlossene Bedarf sowohl des Käufers gewerblicher Er-zeugnisse, wie auch des Verkäufers, also des ProduzentenBedarf an Äquivalent-Gütern. Im einzelnen läßt sich dieEigenart der handwerksmäßigen Organisation wie folgt ambesten bestimmen, wenn wir unseren Ausgangspunkt nehmenvon dem Handwerker und seiner Persönlichkeit nnd danachfragen, was für ein Wesen er sei und was für Motivreihenihn beherrschen und schließlich zur handwerksmäßigen Or-ganisation führen. Was seiner innersten Natur nachciuHandwerker" sei, werden wir, scheint mir, am sichersten zumAusdruck bringen können, wenn wir zunächst unsere Aussagenegativ dahin zusammenfassen, daß wir einenHandwerker"denjenigen gewerblichen Arbeiter nennen, dem keine für dieGütercrzeugnng und den Giitcrabsatz erforderliche Bedingungfehlt, sei sie persönlicher, sei sie sachlicher Natur, in dessenPersönlichkeit somit alle Eigenschaften eines gewerblichenProduzenten oder, wie wir zusammenfassend sagen können,die Produktionsqualisikation noch ohne irgendwelche Differen-zierung eingeschlossen sind. Ta nun zur Produktion stetseine Vereinigung von Sachvcrmögen nnd persönlichen Fähig-keiten erfolgen muß, so ergibt sich aus dem Gesagten zu-nächst, daß der Handwerker außer den persönlichen Quali-täten die Verfügungsgewalt über alle zur Produktion