Die handwerksmäßige Organisation. 45
erforderlichen Sachgüter, d. h. über die Produktionsmittelbesitzt, was wir auch so ausdrücken können: im Handwerkerhat noch keine Differenzierung von Personal- und Sachver-mögeu stattgefunden; oder in anderer Wendung mit gleiche»!Sinne: das Sachvermögen des Handwerkers hat noch nichtdie Eigenschaft des Kapitals angenommen. Aber wovonwir ausgingen: der Handwerker besitzt nicht nur das fürdie Ausübung seines Gewerbes notwendige Sachvermögen,er besitzt auch alle dazn erforderlichen Eigenschaften: er isteine Art von gewerblichem „Herrn Mikrokosmos".
Was später sich in zahlreichen Individuen zu besonderenVeranlagungen auswächst: das alles vereinigt der Hand-werker auf seinem „Ehrenscheitel". Selbstverständlich allesin einem sir rairriaturs Ausmaße. Seiner Univer-salität entspricht mit Notwendigkeit seine Mittelmäßigkeil.Man kann eine handwerksmäßige Organisation auch alseine solche bezeichnen, in der die Mittelmäßigkeit das dieProduktion regelnde Prinzip ist. Der Kern des Hand-werkertums ist seine Qualifikation als gewerblicher Arbeiter,in "dem Siune, daß er die technischen Fähigkeiten besitzt, dieznr Herstellung eines Gebrauchsgegenstandes an einem Roh-stoff vorzunehmenden Handgriffe auszuführen. Aber mitdieser, sagen wir technischen Veranlagung vereinigt er: dieetwa erforderliche künstlerische Konzeption, das künstlerischeEmpfinden, die für die Produktion, insbesondere anch sürdie Tradition des produktiven Könnens erforderlichen Kennt-nisse, nm nicht den irreführenden Ausdruck zu gebrauchen:wissenschastliche Qualifikation.
Daneben funktioniert er als Organisator ebensowohlwie als Leiter der Produktion. Er ist Generaldirektor,Werkmeister und Handlanger in einer Person. Er istaber anch Kaufmann. Alle Einkaufs- und Verkaufstätig-keit, alle Absatzorganisationen, knrz alles, was später