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1 (1904)
Entstehung
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54
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54 Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.

für die ungeheure Energie, die alle kapitalistische Wirtschaftzu entfalten vermag.

Und wie das Ausmaß des Vollbringens im Rahmender kapitalistischen Unternehmung ins schrankenlose geweitetwird, so wird auch in ihr die Energie der Zwecksctzunggleichsam objektiviert, d. h. abermals von deu Zufälligkeitender Individuen unabhängig gemacht. Turch einen kompli-zierten psychologischen Prozeß erscheint die Verwertung desKapitals das ist also der Zweck jeder kapitalistischen Unternehmung schließlich dem Eigentümer eines Sach-vermögens, das das dingliche Substrat einer solchen bildet,als eine sich ihm in ihrer zwingenden Gewalt aufdrängendeobjektive Notwendigkeit. Tas Gewinnstreben oder der Er-wcrbStrieb, die gewiß ursprünglich höchst persönliche Scelen-stimmungen waren, werden damit objektiviert.

Der Eigenart des Zwecks entspricht die Eigenart derMittel, deren sich die kapitalistische Unternehmung bedient.Der mannigfachen Arten, wie sich ein Sachvermögen inder von der Zwecksetzung kapitalistischer Orgauisation ge-wiesenen Richtung verwerten läßt, wird dort gedacht werden,wo wir die Modalitäten der kapitalistischen Unternehmungbesprechen. Hier muß darauf hingewiesen werden, daß stetsund überall die in ihr entfaltete Tätigkeit sich zurückführenläßt auf eine Summe von Vertragsabschlüssen über geldwerteLeistung und Gegenleistung, auf deren geschickte Bewerk-stelligung am letzten Ende die Kunst des Wirtschaftsleitershinausläuft und deren Inhalt entscheidend ist für die Frage,ob die Zwecke der Unternehmung erreicht sind. MögenArbeitsleistungen gegen Sachgüter oder Sachgüter gegenSachgütcr eingetauscht werden- immer kommt es daraufallein an, daß dabei am letzten Ende jenes Plus an Sach-vcrmögen in den Händen des kapitalistischen Unternehmerszurückbleibt, um dessen Erlangung sich seine gauze Tätigkeit