IZg VI. Erdinessung und Erdphysik in der ersten Hälfte des Jahrhunderts.
Nordamerika übersiedelte und dort durch die im Bunde mitPourtales durchgeführte systematische Erforschung des Meeres-grundes seinem Lorbeerkranze ein neues Blatt einfügte, hat erst-malig die molekularen Umformungsprozesse aus pulverigem Hoch-schuee in Firn und Gletschereis genau analysiert; er hat,nicht ohne Lebensgefahr, die Blaublätterstruktur im Innerender Spalten entdeckt; er hat Methoden zur Messung der Be-weguugsgeschwiudigkeit der Gletscher ersonnen, die ihrem Grund-zuge nach dem dauernden Besitzstande der Gletscherkunde einver-leibt wurden.
Mit Agassiz tritt auch die Lehre von den Einwirkungen derGletscher aus ihre Umgebung in ein neues Stadium. Wir werdenjedoch die Geologie und die von ihr nicht zu trennende Morpho-logie der Erdoberfläche in einem besonderen Abschnitte behandeln,und dort hat mithin auch die Glazialgeologie ihren natürlichenPlatz. Insofern nun weiter die geologischen Theorieen gleichmäßigauf Mineralogie, Physik und Chemie zurückzugreifen haben, wollenwir uns zu den ersteren erst dann wenden, wenn die geschichtlicheEntwicklung der erwähnten drei Disziplinen bis zur Mitte desJahrhunderts ihre Erledigung gefunden haben wird.