ISO VIII. Die Physik im Zeitalter vor Entdeckung des Encrgicprinzipes,
Körper mit drei ungleichen Hauptachsen sein, und es ist auch vondem russischen General Th. v. Schubert (1789—1865) bald nach-her eine zur Klarstellung des Sachverhaltes dienliche Rechnung an-gestellt worden. Judessen hat sich ergeben, daß das SchubertscheEllipsvid zur Aufnahme der verschiedenen Gradmessungsresultatesich doch auch nicht besser als ein gewöhnliches Sphäroid eignete,und auch viel später noch hat sich ein mit verbesserten Hilfsmittelnunternommener Versuch gleicher Tendenz als ein für den ins Augegefaßten Zweck unzureichender herausgestellt.
Aerodynamische Uutersuchuugen der zwanziger Jahre sindin erster Reihe durch hüttenmännische Ansprüche veranlaßt worden,indem es auf die vorteilhafteste Einrichtung von Gebläsen an-kam. Der berühmte französische Ingenieur D'Aubuisson (1769bis 1841), der sich seine Fachbildung unter Werner in Freiberg angeeignet hatte, studierte den Widerstand, welchen Gase in Leitungenerfahren, und die Bedingungen ihres Ansströmens aus Öffnungen.Es wurde die Stärke des Druckes, den das Gas auf den um-schließenden Körper im ruhenden und im bewegten Zustande aus-übt, bestimmt und der letztere geringer gefunden. Ja sogar derin Zug übergehende negative Druck kam bereits 1827 zur Be-obachtung bei dem bekannten Ansaugungsversuche, dessen WesenElement (gest. 1841) aufklärte. Auf einem dünnen Rohre sitzt,unmittelbar an der Öffnung, eine feste Scheibe, nnd eine zweiteScheibe wird jener in geringer Entfernung so gegenübergestellt,daß sie sich frei bewegen kann. Bläst man dann durch die RöhreLuft gegen die zweite Scheibe, so wird diese nicht etwa fortgetrieben,sondern sie bewegt sich gegen die erste hin und haftet an dieser.Wir haben dieser merkwürdigen Erscheinung später noch näherzu treten.
Bei allen den bisherigen Untersuchungen auf dem Gebiete derPhysik tropfbarer und elastischer Flüssigkeiten kam die Frage ihrermolekularen Anordnung nicht besonders in Betracht. Aber anchsie wurde gestreift bei gewissen anderen hierher gehörigen Arbeiten,unter denen die zweifellos größte Wichtigkeit der Zusammen -drückbarkeit der Flüssigkeiten innewohnt. Ob von einersolchen die Rede sein könne, war vor achtzig Jahren zweifelhaft.