Trevclyan-Instrument; VibrationSthevrie des Lichtes.
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schlagen und fingen in gewissen Entfernungen den Ton auf; ihreMessungen haben bis zum heutigen Tage ihr Gewicht behauptet.
Noch eines anderen akustischen Phänomenes muß hier gedachtwerden, an dem sich der Scharssinn mehrerer bedeutender Forschererprobte. Durch Gilberts „Aunaleu" hatte man schon längstKunde von einer in den Mansfelder Silberminen gemachten Wahr-nehmung Kunde erhalten: Silberplatten, die eben erst aus demSchmelzflüsse erstarrt waren, hatte man zum Zwecke rascherer Ab-kühlung auf einen Ambos gelegt, und da gab dann die sich ab-kühlende Masse einen Ton von sich, während zugleich die Unter-lage zu zittern anfing. Dnrch die Erklärungen von W. Trevelyan(1797—1879) und Faraday , welche am Wackler (Trevelyan-Jnstrnment) die Vorgänge in ihrer Aufeinanderfolge studierten,wurde konstatiert, daß das Metallstück bald mit einem wärmeren,bald mit einem kälteren Teile die Basis berührt, so daß es alsoin eine schwankende Bewegung gerät, und diese sich dann natürlichauch wieder auf die umgebende Luft überträgt. Die Meinung desSchotten I. D. Forbes (1809—1868), daß nur bei Anwendunggewisser Materien der Ton vernehmbar werde, konnte den Ein-würfen von Seebeck — und nachmals von Tyndall—gegenübernicht aufrechterhalten werden.
Hundert Jahre vor der Zeit, in welcher wir uns augenblicklichbewegen, hätten die meisten zwischen Akustik und Optik höchstensäußerliche Ähnlichkeiten — geradlinige Fortpflanzung der Impulse,Zurückwerfung und Brechung der Strahlen — gelten lassen.Die Vibrationstheorie des Lichtes, von deren ersten An-sängen unser einleitender Abschnitt berichtete, hat diesen Sach-verhalt gründlich umgestaltet. Allerdings bildet auch jetzt uoch diegeometrische Optik, welche es mit Photometern, Spiegeln undLinsen zu thun hat, die Einleitung zur physikalischen, aber dieseeben steht und sällt mit den Gesetzen der Wellenbewegung. Diesereformatorische Erkenntnis war nicht das Eigentum einer einzelnenPerson, wie denn überhaupt nur höchst selten eine Erfindung oderEntdeckung fertig aus einem Kopfe, so wie Athene aus dem Hauptedes Zeus, hervorgeht, sondern es lag die große Neuerung geradezuin der Luft, und müßig wäre es, peinliche Prioritätsuntersuchungen