Darstellung neuer Elemente.
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gemeiniglich Fr. Stromeyer (1776—1835) genannt, ein n. a. umdie Ermittlung der Beschaffenheit niedcrgefallener Meteorite ver-dienter Chemiker; Poggendorff ist indessen der Meinung, daßdie Priorität in dieser Hinsicht dem sehr tüchtigen FabrikchemikerK. S. L. Hermann (1765—1846) gebühre, der sich denn auchim 59. Baude der Gilbertscheu Annalen über die Entdeckuugs-geschichte geäußert hat. Etwas später (1828) fand Woehler dasBeryllium auf, dem bereits Vauaueliu auf der Spur geweseuwar, ohne es doch aus der als Beryll bekannten Mineralspeziesherauspräparieren zu können. Unmittelbar zuvor war dem damalsnoch in Berlin wirkenden Woehler aber auch ein anderer Fundvon unverhältnismäßig größerer praktischer Tragweite geglückt,nämlich die Abscheidung des Alumiuiums, des leichtesten allergegenwärtig bekannten Metalle, aus der Thouerde. Dasselbe ge-hört zu eiuer Familie, deren anderweite Glieder einstweilen nochin der Verborgenheit blieben; dagegen war der SchwedeK. G. Mvsander (1797—1858) so glücklich, die nebst Ceriumuud Ittrium in der diese beiden Grundstoffe umfassenden Gruppeenthaltenen vier Elemente Lanthanium, Didymium(?), Erbiumund Terbium in den Jahren 1839—1843 darstellen zu können.Zn den Ruhmestiteln, welche Berzelius in sich vereinigte, ge-hören auch die ueueu Elemente Titan uud Thorium, welchevon 1828 an den großen Chemiker beschäftigten. Nur wenigfehlte, daß Sefström, mit dem wir im nächsten Abschnitte mehrzu thun bekommen werden, auch das Vanadium in seiner Haupt-eigenschaft erkannt hätte; indessen wurde dieser entscheidende Schritterst in den sechziger Jahren gethan. Es bedarf wohl kaum einesHinweises darauf, daß neben den hier besonders erwähnten Experi-mentalarbeiten noch viele audere hergingen, die zum großen Teiledeshalb nicht weniger bedentend sind, weil sie nicht durch den —bis zu einem gewissen Grade meist zufälligen — Erfolg der Dar-stellung eiues neuen Elementarstoffes gekrönt wurden. Dahin ge-hören vor allem die zahlreichen Untersuchungen über das Platin,seine Verbindungen und seine elementaren Analogien; man wußte,daß ersteres, dessen wahre Natur bereits 1852 feststand, in Süd-amerika, in Skandinavien und im Ural gediegen vorkommt, aber