285
der eigentliche Herausgeber war. Für Mitteldeutschland warenNanmann, v. Cotta, der Mineraloge Hausmann und vor allemF.Hoffmann(1797—1836) thätig, dessen eigentliches Arbeitsgebietallerdings wenig später Italien wurde. Die Kreide- und Jnra-bildungen Nordwestdentschlands bildeten die Domäne von W. Dunker(1809 — 1885), F. A. Roemer (1809 — 1869) und A. Hosius(1825—1896); für Schlesien , wo v. Buch und v. Ranmer dengnten Grnnd gelegt hatten, besorgte die weitere Kartierung R. v. Car-nall (1304—1374), ein hervorragender Kenner des Bergbaues undzumal der Salzwerke, dessen Namen das aus Salz und Maguesiagebildete Mineral Carnallit verewigt. Später, in den vierzigerJahren, legte hier der junge H.E. Beyrich (1815—1896) Probenvon der hoheu Befähigung ab, die ihn nachmals znm anerkanntenMeister der Stratigraphie in Deutschland erhob. Auch fanden sichendlich Männer, die sich des vernachlässigten norddeutschen Flach-landes annahmen und, wie dies v. Buch bereits für Alpen nndSchweizer Jura gethan hatte, die längs der baltischen Scenplattedas anstehende Gestein ersetzende Geschiebesormation zuerforschen begannen; K. F. Kloeden (1736—1856) leistete diesin der Mark, E. Voll (1817—1868) in dem von ihm nach allenSeiten natnrwissenschaftlich erschlossenen Mecklenburg , H. Girard(1314—1378) für die Diluvialebene zwischen Elbe und Weichsel in südlicherer Breite. Eine klare Übersicht über die hauptsächlichim gleichen Sinne interessanten Verhältnisse Schleswig-Holsteins begann seit 1841 L. Meyn (1820—1878) zu liefern. Die plan-mäßige Durchforschung der preußischen Rheinlands durch v. Dechennimmt zwar iu den vierziger Jahren ihren Anfang, reicht aberdoch zu sehr in die Folgezeit hinein, um schon hier meritorischerBesprechnng teilhaftig zu werden. Auch der Süden unseres Vater-landes blieb nicht zurück. Der weitaussehende Plan A. v. Klip-steins (geb. 1801), seine zahlreichen Einzelstudien über hessischeGeologie in zwölf groß angelegten Monographien zusammenzu-fassen, kam zwar nicht zur Verwirklichung, aber in Baden wurdeseit 1830 rührig gearbeitet, wie eine von Leonhard bearbeiteteSkizze vom Jahre 1846 ersehen läßt. Die Stratigraphie Würt-tembergs hat sich als für die Gewinnung höherer Einsichten in