290 X. Die Geologie auf dem Wege von L, v. Buch zu Ch. Lyell,
(1796—1855), der mit seiner Anstalt auch die höhere Bergschnleund ein geologisches Museum verband. Die große geologischeKarte des vereinigten Königreiches im Maßstabe 1:63 000 ist mitAusnahme einiger entlegener Winkel Hochschottlands fertig gestellt,und zahllose Spezialkarten erleichtern das Studium der auch hin-sichtlich anomaler Schichtenlagerung vorbildlichen stratigraphischenVerhältnisse.
Das Beispiel Englands ahmte die stammverwandte Unionnach, indem nahe gleichzeitig ein den gleichen Namen führendesInstitut für das freilich unermeßlich ausgedehntere Gebiet der Ver-einigten Staaten ins Leben gerufen wnrde. Die Staaten östlichvon den Allcghanies waren bald in ihren Grundzügen erkannt,großenteils durch den Eifer der Gebrüder H. D. und R. Rogers(1309—1866; geb. 1814) und des Staatsgeologen von New AorkW. Mather (1804—1859), der später auch Kentucky und Ohio unter seine Flügel nahm. Über den Mississippi hinaus ging dieseKartiernngsarbeit einstweilen nur ausnahmsweise; mit den inNebraska aufgefundenen Kreideablageruugen beschäftigte sich V.Buchin den letzten Tagen, die er noch auf dieser Erde zu weilen hatte.I. Marcou (geb. 1824), der bald darauf auch die Rocky Moun-taius in seinen Arbeitskreis einbezog, zeichnete im Todesjahrev. Buchs die erste geognostische Übersichtskarte der Union. AuchKanada wurde 1841 mit eiuer naturwissenschaftlichen Zentral-anstalt ausgerüstet, als deren Chef W. E. Logan (1798—1875)klassische Beiträge zur Altersklassifikation der azoischen Formationlieferte. Von sozusagen bodenständiger Forscherarbeit in Mittel-und Südamerika ist auch in dieser Zeit noch nicht viel zu be-richten; was überhaupt geschieht, muß Ausländern zum Verdiensteangerechnet werden. Von 1826 an hielt sich A. D. d'Orbigny(1802—1757) als Sendling des Pariser Naturhistorischen Mnseumsin deu südlichen und mittleren Teilen Südamerikas auf uudbrachte vou da reiche Sammlungen nach Hause, die eine erste,natürlich noch oberflächliche Kartierung ermöglichten. Die WeltreiseCH.Darwins(1809—1882), die der damals kaum den Hörsälen vonCambridge entwachsene jnnge Mann auf dem von Kapitän Fitzroybefehligten Schiffe „Beagle" (1831—1836) mitmachte, gab dem mit