Z24 XI- Der große Umschwung in der naturwissenschaftlichen Prinzipienlehre.
verständliche und drastische wird, weiter ausgebildet. Wir glaubeuden kleinen Anachronismus ruhig begehen zu dürfen, daß wir auchhier schon, in der Skizzierung des AnfangSstadinms der betreffendenLehren, die Ausdrücke verwenden, welche teilweise aus einer späterenEntwicklungsperiode stammen. Wir denken uns einen Stabmagnetenmit den beiden Polen ^ und L. Bei ^ befinde sich die sogenannteQuellregion, aus der die magnetischen Kraftlinien hervor-treten, um sich bald nach außen zu biegen und nun von allenSeiten her dem Punkte L, der Sinkstelle, zuzustreben; wälztman den Magnetstab in Eisenfeilspänen, die nachher leicht er-schüttert werden, um nicht allzu fest aneinander zu kleben, so kannman den Verlauf der Kraftlinien dem Ange ersichtlich machen.Da, wo sich dieselben am meisten zusammendrängen, wo durch denNormalquerschnitt die relativ größte Zahl von Knrven-individnen hindurchgeht, wird, wie auch die gewöhnliche Er-fahrung lehrt, die Magnetwirknng eine besonders kräftige sein, alsonächst den Polen; am weitesten liegen die Kraftlinien da aus-einander, wo ihre Berührenden der Stabachse ungefähr parallelverlaufen, und hier hat sich demgemäß eine Neutralitätszoneherausgebildet. Der ganze Raum, innerhalb dessen die Kraft desStabes sich stärker oder schwächer zu offenbaren vermag, wirddessen Magnetfeld genannt, und die Feldstärke ist, wie — inder Sprache der Meteorologie geredet — die ungleiche Größe deszu dem Linienshsteme gehörigen Gradienten, der kürzesten Ent-fernung zweier Nachbarlinien, ausweist, eiue veränderliche. Ineiner gewissen Distanz wird natürlich diese Feldstärke zu Null.Diese Definitionen sind nun offenbar so beschaffen, daß man sieungeändert beibehalten kann, wenn der Magnet durch einen Leitungs-draht ersetzt wird. Zunächst lag also für Faraday die Verpflichtungvor, zuzusehen, wie sich die verschiedenen, damals bekannten Artender Elektrizität dem Magnetismus gegenüber verhielten, so daß alsoaus diesem analogen Verhalten auf ihre Wesensübereinstimmuuggeschlossen werden konnte. Er glaubte sich überzeugt halten zudürfen, daß diese Identität auch wirklich vorliege. Im Jahre 1833war er mit seinen Anschauungen noch mehr im reinen; die vonihm folgeweise in den „^liilosopiiioal?rkriMet,iori8« veröffentlichten