Neue Batteriekonstruktionen.
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lösung sich herumlegt. Die poröse Thonwand, dnrch die Daniellbeide Lösungen auseinanderzuhalten trachtete, wird so überflüssiggemacht. Etwas später (1868) trat G. Leclanche (1839—1882)mit seinem Elemente hervor, welches durch die Pariser FirmaBarbier im großen hergestellt wurde und zumal zur Erregungdes Stromes im Dienste der Haustelegraphie weitgehende Ver-wendung fand; hier sind zwei durch eine Thonzelle geschiedeneVermittlnngsstoffe benützt, indem die innere Kohlenplatte in einemMantel aus Braunsteinpnlver steckt, während der im äußeren Glas-gefäße befindliche Zinkstab sich in einer Salmiaklösung befindet.Eine für den medizinischen Gebrauch passeude tragbare Batterieaus solchen Elementen gab den Praktikern Beetz in die Hand,der auch 1881 die Lehre von der Volta-Polarisation theoretischnen bearbeitete. An die Ärzte wendet sich anch die Batterie desEngländers A. Smee (1818—1877), eine Aneinanderreihung vonZellen, in denen sich eine mit sogenanntem Platinmohr über-zogene Silberplatte zwischen zwei metallisch verbundenen Zink-platten eingeschaltet findet, während verdünnte Schwefelsäure indie Tröge gegeben ist; jene Platinlösung ist durch eiue starke Ab-sorptionskraft gegen Wasser- und Sauerstoff gekennzeichnet. Die Ver-bindung der einzelnen Elemente ist eine solche, daß man sie durcheinen einfachen Mechanismus aus der Flüssigkeit entfernen oder mitdieser wieder in Kontakt bringen kann, d. h. die Smeesche Batterieist eine Tanchbatterie. Konstante Ketten mit nur einem Ele-mente hat man in späterer Zeit von H. Müller und Pincuserhalten. Die Gasbatterien, denen — im Gegensatze zu denLadungssäulen — die Gase von außen zugeführt werden, wurdenvon Grove 1830 erfunden, von Poggendorff (1844) undW. Thomson (1864) aber wesentlich vervollkommnet.
Inzwischen war aber dem Prinzipe, den sekundären Stromthunlichst unschädlich zu machen, eine ganz neue Seite abgewonnenworden, nnd mit dem Erscheinen der ersten Seknndärelementeoder Akkumulatoren stellte sich die längst bekannte Naturkraftder Technik in einer neuen und überaus verwendungsfähigen Ge-stalt zur Verfügung. Der erste, der Bleiplatten mit Hilfe desGegenstromes lud, war G. Plante (Abschnitt XIV), der 1860 mit