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kann. So ist denn auch das beste, was über Orographie undOberflüchenbeschaffenheit des südlichsten Ansläusers der Balkan-halbinsel geschrieben ward, aus dem geographischen Lager hervor-gegangen, indem I. Partsch (geb. 1851) ein nachgelassenesManuskript seines Lehrers, des Breslauer Geographen K. Neu-mann (1823—1880), dnrch zahlreiche eigene Zusätze bereichert, derÖffentlichkeit übergab („Physikalische Geographie von Griechenland",Breslau 1885).
Unverhältnismäßig günstiger, als um jede der Halbinseln imWesten und Osten Europas , ist es um die mittlere, um die apen-ninische, bestellt. Daß auch schon vor der nationalen Einigungein lebhaftes geologisches Treiben in den Einzelstaaten waltete, istuns bekannt, aber recht zielbewußt konnte sich dasselbe doch erstseit der Schaffung einer Zentralanstalt zu Ende der sechziger Jahregestalten. G.Meneghini (Abschnitt X), G.Capellini (geb. 1833),Pellati u.a. haben bei den bisher vollzogenen Aufnahmen vorzugs-weise die Hand im Spiele gehabt. Bis jetzt sind, neben einergroßen Übersichtskarte, von Sizilien, Kalabrien und einigen anderenLandesteilen besondere Blätter ediert worden, und sortlaufendeVeröffentlichungen der Zentralstelle ergeben dazu die wünschens-werten Erläuterungen. Ganz Vorzügliches hat auch Frankreich inseinen Depnrtementskarten aufzuweisen, und wenn anch, da eineVielzahl von Bearbeitern in Betracht kommt, der Wert aller einzelnenExemplare kein ganz gleichmäßiger ist, so verbürgt doch der Namevieler Teilnehmer die vollendete Güte. ES genügt, Daubree unddie Jurageologeu A. Lory und E. Thirria besonders zu nennen.Die Pyrenäenforschung darf sich eiues A. Leymerie (1801—1878)und E. De Margerie rühmen. Nugeinein bequem haben es dieFranzosen allen Denen gemacht, die das an Belehrnngsstosf so reicheLand auf Ausflügen genauer kennen lernen wollen; giebt es dochsogar, aus der Feder von A. A. De Lapparent (geb. 1839), eine„Geologie auf der Eisenbahn" (Paris 1888), die es sogar dem dieGegend Durcheileudeu ermöglicht, sich von deren stratigraphischerEigenart ein Bild zu entwersen. Ähnliches darf auch vom Nachbar-lande Belgien gesagt werden, wo A. Dumonts umfassende Arbeitennoch immer den Grundstock der gesamten Forschuugsthätigkeit bilden.