Verwitterungs- und Ervsionserscheinungen. ggl
Hypothese jedoch die am besten mit den verwickelten Thatsachen znvereinbarende sei.
Die Hnmboldt-Buchsche Zeitrichtung verkannte zwar keines-wegs ganz die Bedeutung der zerstörenden Na turk raste, aber inihrem wahreu Werte lernte man deren Beteiligung bei der Aus-modellierung unseres Erdreliefs während der heroischenPeriode doch noch nicht kennen. Lyell und Senft (Abschnitt X)haben die Natur des Verwitterungsprozesses aufgeklart, desseneinzelne Stadien vielleicht am gründlichsten in dem großen Werkevon I. Roth auseinandergelegt wurden. Mellard Neade, FräuleinG. Stadler, A. I. Adie (1808—1879), v. Nichthofen n. a. zer-faserten die bei der Erosion sich folgenden Borgänge; I. Waltherstellte sest, inwieweit die ungleiche Wärmeaufnahmefähigkeit dereinen Fels zusammensetzenden gesteinbildenden Mineralien deinZerfalle der Felsmasse vorarbeitet; K. Lang (1849 — 1893),A. Blümcke, R. Aßmann verbreiteten sich über die Fr oft-Wirkungen, denen nach und nach anch das festeste Gestein unter-liegt; Müntz wies in Pflanzen, in nitrifizierenden Sporen,ein nicht gleichgiltiges Moment der Gesteinszersetzung nach. ÜberKarbildung wurde erfolgreich von Penck und C. Richter, überKarrenfelder von F. Keller (1800 — 1881), K. Diener,F. Simony , dem Verfasser eines prächtigen Tafelwerkes über dieDachsteingruppe (Wien 1895), und am eingehendsten von M. Eckertgearbeitet. Auf die von W. v. Gümbel zuerst als würdigesForschuugsobjekt erklärten Erdpyramiden richteten A. Favre.F. Natzel und, mit besonderer Betonung der morphologischenSeite, Eh. Kittler (1897) ihre Aufmerksamkeit. Vor allem abergalt es, zu ermitteln, wie die Korrasion, die Erosion desfließenden Wassers, einsetzt und fortarbeitet. Die Unter-suchungen v. Richthofens, Pencks, Loewls, Gilberts, Phi-lipps ons haben hier Rat geschafft und uns u. a. einen tiefenEinblick in das Weseu der rückschreitenden Erosion ermöglicht,die sich im Zurückweichen der Wasserfälle (Niagara) zu er-keuueu giebt. Endlich lernte man, da man ja durch v. Richt-hofens China-Werk darüber unterrichtet war, welch gigantischeStaub- und Lößablageruugen im zentralen und östlichen