Das meteorologische Instrumentarium der Neuzeit. Z99
Handlichkeit, aber nicht ganz von den Mängeln der elastischenNachwirkung (Abschnitt XV) zu befreien, wurden seit Vidi «1847)in den verschiedensten Formen hergestellt, so von P. Bourdon(1779—1854), Naudet, I. Goldschmidt (1815—1876); theo-retisch förderten die Sache der Federbarometer A. P. Schreiber(geb. 1848), W. Jordan, Hoeltschl und v. Bauernfeind, derdie Genauigkeit einer barometrischen Höhenmessung durchZahlen ausdrückte, je nachdem Quecksilber- oder Metallbarometermitgewirkt hatten. Zur bequemen Koutrollieruug der stetigen Ver-änderungen des Luftdruckes mittelst der für ähnliche Zwecke über-haupt nicht wohl zn übertreffenden Poggendorffschen Spiegel-ablesung verhilst das von Roentgen angegebene Variometer.Die Höhenformel behandelten G. S. Ohm, L. Sohncke,W. Koeppen, Radan, A. Pick, I. M. Pernter (geb. 1848),W.Jordan, vor allem aber v. Bauernfeind und M. R. Rühl-mann (geb. 1846), letzterer iu einer Originalmonographie (Leipzig 1870), während Zoeppritz und M. F. Kunze (geb. 1833) mitZugrundelegung der Regnaultschen Tabellen (Abschnitt VIII) esdahin brachten, daß der Kochapparat bei allen Forschungsreisendenzur Kontrolle der barometrischen Messungen seine Dienste thut.Untersnchnngen über die wissenschaftliche Hygrometrie stelltenE. F. August (1795—1870), Ferrel, L. A. Großmann (geb.1855) und O. Edelmann an, und znmal das Schleuderpsy-chrometer hat sich durch Aßmanns Fürsprache rasch eingebürgert.Für die Windmessung durch Anemometer, deren Angaben sichmeist auf die sogenannte Beaufort-Skale beziehen, findet man ansden Observatorien im durchgängigen Gebrauche das Schalenkrenzvon Th. N. Robinson (1792—1882), die dnrch den Windstoßzu hebende, nm eine horizontale Achse drehbare Windstärketafelvon Wild und den Rotationsapparat von Recknagel. DieRegenmessnng vollzieht sich überall nach einem sich ganz vonselbst verstehenden Grundsatze; doch giebt es auch ombrische Selbst-aufzeichuer von Hellmann und Rung. Die Neuzeit unterscheidetauch die Art der gefallenen Hydrometevre und verlangt unterUmständen die Messung der Tiefe des Schnees durch das Langsche
Schneepegel. Noch immer zn wünschen läßt die Verdunstungs-
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