Gegensatz vvn Soün'klima und physischem Klima,
schon vor längerer Zeit Lambert und I. G. Tralles (1763 bis1822), später aberL. W. Meech (geb. 1821), Ch. Wiener, G.Rvel-linger u. a., mit dem besten Erfolge zuletzt Ch. A. Angot (geb.1848), der zuerst auch die Absorptionsverluste mit in sciuen Kalkülaufnahm. Brauchbare Näherungsformeln für die Beziehung zwischendem Jahresbetrage der Sonnenstrahlung und der geographischenBreite entwickeltenW. Schlemüller undS.Haughton (geb. 1821),nnd noch allgemeiner snchten das, wie man Wahl sagen konnte, thermo-geographische Problem W. Schoch (1856) und C. L. Madsen(1897) zu fassen; nur darf man nie vergessen, daß man lediglichgeschickt errechnete Jnterpolationsformeln und keine eigentlichenNaturgesetze vor sich hat. Sehr allgemeine Ziele hatte sich auchW. Zenker („Die Verteilung der Wärme auf der Erdoberfläche",Berlin 1888) vorgesteckt.
Das physische Klima hängt, wie schon A. v. HumboldtHeraussand, einesteils von dem Lageverhültnisse des betreffendenOrtes zu Meer und Festland, anderenteils von der Höhen-lage ab, deren einzelne Möglichkeiten zumal in Woeikows Werkegründlichst erörtert wurden. W. Koeppcn und A. Supan gabenRegeln an die Hand, um die einzelnen Klimaformen gegeneinanderabzugrenzen, während der Gedanke, auf mathematischem Wege denGegensatz zwischen Wasserklima und Landklima zum Ausdruckezu bringen, durch Forbes (Abschnitt VIII), Precht, Zenker undR. Spitaler der Verwirklichung näher gebracht wurde. Über dieTemperatnrverhältnisse des in Ostsibirien gelegenen nördlichenKältepoles, dem aber aufNanfensAnregung hin wohl ein zweiterin Grönland zugeordnet werden muß, hat uns H. Wild authen-tischen Aufschluß gegeben. Eine Windstatistik der Erde verdanktman dem Amerikaner I. H. Coffin (1806—1873), dessen „^inäsot' tliL (Zloos" (Washingwn 1876) S. I. Coffin nnd Woeikowder gelehrten Welt zugänglich gemacht haben, und dem DeutschenA. Supan („Statistik der unteren Lustströmungen", Leipzig 1881).Unsere Einsicht in die Rolle, die Eis und Schnee in klimatischerHinsicht spielen, ist wesentlich durch Woeikow gefördert worden(1889), nnd im gleichen Jahre kam F. Ratzels Untersuchung überdie geographische Bedeutung des gefrorenen Wassers auf der