so lange gesprochen und gesungen, die Zeit, mit sieghafterHand die Errungenschaft des Geistes, das Schlußwort derErkenntnis als eine That in den Boden deines Landes ein-zupflanzen! Das ist nicht blos der Augenblick, die Freiheitnach dem Gesetze zu gebrauchen, es ist der Augenblick, dieGesetze der Freiheit zu machen. Nur aus dem Tod erblühtLeben, ewig ist nichts als die Veränderung! Auch die Ge-setze müssen fallen, nur die Gesetzlichkeit muß bestehen;wenn stets das Alte gelten soll, wohin soll denn das Neuekommen? Niemand glaube ein Freund der guten Sachezu sein, weil er jetzt in den befriedigten Jubel einstimmt:das ist leicht, auf dem Grabe seines Feindes zu tanzen;wer ernstlich an die Freiheit glaubt, der hat den Mut, imNamen der Zukunft der Gegenwart trotzig ins Gesicht zureden, der Gegenwart, welche das Gesetz für sich hat, Demidas Gesetz ist der Ausdruck des Bestehenden und der Feinddes Werdenden. Das ewige Lied vom gesetzlichen Fort-schritt muß verstummen vor dem ewigen Gesetz des Fort-schritts. Alle Reformatoren waren Verbrecher!
Heraus ihr Schwerter der Justiz! ich will euch einenHochverräter denuncieren. Über ihn, Männer der Ge-rechtigkeit! ich zeige ihn euch, ganz Deutschland heißt derBösewicht! Ja, im Angesicht von achtunddreißig Gesetz-büchern stehen achtunddreißig Millionen Verbrecher. IhrLosungswort heißt: Deutsches Parlament. Die Wächterdes Gesetzes vernehmen es, und sie verstehen es nicht; dieVerschworenen verstehen es und sagen es nicht. So willich der Verräter sein.
Der einstimmige Ruf nach einem deutschen Parlamentist bloß der Ausfluß der allgemein und ohne Widerspruchanerkannten Wahrheit, daß nichts wünschenswerter sei, alsDeutschland in einen einzigen Staat verwandelt zu sehen.In diesem Gedanken — ich habe darauf vorbereitet — liegtder Keim eines Hochverrates. Aber wenn die Freiheit der