Presse es möglich macht, ihn in die Welt hineinzuschicken,so muß die Freiheit des Momentes ihn vor der Verfolgungsichern. Der Augenblick, wo die ganze Welt aufsteht, imNamen der nnverjährbaren Menschenrechte, ergreift alleGeister mit der Gewalt des sittlichen Ernstes und gießtüber sie aus die Macht der erhabenen Wahrheit; und wäh-rend der Zauber dieses heiligen Momentes alle Kräfte,sogar die des Gesetzes bannt, wollen wir hintreten und esaussprechen: Ja. alle Deutsche wünschen nichts sehnlicher,als daß Deutschland ein einziger Staat sei, und ihr Ver-langen nach einem deutschen Parlament ist nichts als einVorbote oder eine Umschreibung für dies ihr wahres Be-gehren.
Stehe gegen diesen Ausspruch aus, wer behaupten will,daß er eine Lüge, oder die Wahrheit zu sagen eine Sündesei. Aber mehr noch! Stehe auf, wer behaupten will, daßdie Deutschen Unrecht haben, eine solche gänzliche Ver-einigung zu wünschen! Beweise Einer, daß es besser seifür die deutsche Nation, in achtunddreißig Souveränetätenzerrissen, als ein einziger Staat zu sein! Wohlan! Vier-unddreißig reiche Throne suchen einen Anwalt. Wahrhaftigsie werden keinen finden, der die eiserne Stirne hätte, siezu verteidigen. Nie haben sich die abtötenden Wirkungendieser sinnlosen Zersplitterung empfindlicher gezeigt, als indiesem Augenblick, wo die südwestdeutschen Staaten, uach-dem sie so lange in politischer Dürftigkeit gedarbt haben,plötzlich das Erbe der Freiheit an sich rissen. Welche Ver-wirrung in den Begriffen des Volks, welcher Mangel anpolitischen Talenten bei den Regierungen! Wie schwer istes überall, Männer zu finden, welche der Aufgabe ge-wachsen sind, rasch das Staatsgebäude nach den neuenGrundsätzen zu organisieren! Was ist in Baden, Hessen oder Nassau geschehen, diese kostbare Zeit durch Sicherungder notwendigsten Reformen in den Staats-Einrichtungen