Mitteln unerschwingliche Summe erheischen. Dagegen ge-stand''ich zu, daß ich mich nicht minder gedrängt fühle,jetzt, wo mir die Sache durchaus verloren schiene, nichtlänger mit meiner Ueberzeugung zurückzuhalten. Zitzging weg, um die Ansicht der Offiziere, welche er zueiner Besprechung bestellt hatte, einzuholen. Währender abwesend war, ward der Andrang der den AbschiedVerlangenden immer stärker. Nachdem nun Zitz dieNachricht zurückgebracht hatte, daß alle Offiziere, welchesich eingefunden, unsere Ansicht theilten, erließen wir eineErklärung, worin wir unseren Rücktritt aussvrachen undden Einzelnen überließen, in badische Wehrkörper einzu-treten. Zugleich verfügten wir die Vertheilung der Gelderund des Inventars. Noch waren wir mit diesen Anord-nungen beschäftigt, als uns Warnung auf Warnung zukam,die Herren Reichard und d'Ester , über unsere Maßregelempört, liefen durch die Stadt mit gräulichen Drohungenvon Arretiren, Füsiliren u. dgl. m. Es wäre in der Thatein eigenthümliches, tragi-komisches Schicksal gewesen, zuEhren des spät erwachten terroristischen Bedürfnisfes derpfälzer provisorischen Regierung zu fallen, und ich glaubtenicht, daß Herr Reichard so entsetzlich grausam sein würde,uns durch einen Tod zur Rettung seines revolutionärenTalents lächerlich zu machen; aber was ich befürchtete, war,daß man als unglücklicher Staatsgefangener möglicher Weisebei einem schnellen Rückzug vergessen und von dem pfälzi-schen zu dem tragischeren preußischen Terrorismns kommenkönne. Wir zogen es daher vor, von Karlsruhe abzureisen.Herr Reichard hat sich nachher noch hoch und theuer ver-schworen, er hätte uns im Betretungsfalle erschießen lassen.Wenn dem so ist, so wird er nicht verfehlen, aus Dank-barkeit dafür, daß wir ihm diese fruchtlose Gräuelthat er-
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