Kompagnieen gingen zurück, andere blieben da. Ich selber,noch immer am Fuße leidend und durch die Anstrengungder vorausgehenden Tage und der letzten Nacht beinahevöllig unbeweglich geworden, war schon einige Zeit vorhernach Karlsruhe zurückgefahren. Um 7 Uhr kamen Einzelnezu mir aufs Zimmer, die ihren Abschied verlangten, denich ertheilte. Alsbald mehrte sich die Zahl so, daß dasZimmer stets voll gedrängt uud keine Möglichkeit mehrwar, jedem Einzelnen einen schriftlichen Abschied auszu-fertigen. Während dieses Vorgangs kam Zitz, der ebenfallsin der Nacht in Leopoldshafen gewesen war, aufs Höchsteindignirt über das, was er dort, wie an anderen Ortengesehen und mit der festen Erklärung, daß er Denen gegen-über, welche uns gefolgt seien, nicht länger die Verant-wortlichkeit tragen könne, sie einer solchen Wirthschaft ex-ponirt zu lassen Wer in Baden dienen wolle, möge esauf eigene Faust und eigene Verantwortung thun; seinemGewissen sei es unmöglich, die Leute durch seine Mitwir-kung noch ferner zu bestärken. Er knüpfte daran gütlicheVorwürfe darüber, daß ich nicht schon in der Pfalz zurAuflösung eingewilligt hätte, wo die Rückkehr den Rhein-hessen viel leichter gewesen wäre. Gleichzeitig erklärte er,einige tausend Gulden aus seinem Vermögen opfern zuwollen, um das Korps nach dem Elsaß zu führen, undvon dort aus dessen ungehinderte Rückkehr von der hessischenRegierung zu erwirken. Ich stellte ihm vor, daß dieserPlan unausführbar sei. Weder die badische Regierungnoch die französische würden den Durchzug resp. Uebertrittgestatten, die hessische Regierung würde sich auf keine Unter-handlung einlassen, und im besten Falle würde die Dis-lokation und Erhaltung des Korps während der ganzenzur Ausführung nöthigen Zeit, auch eine mit seinen Privat-
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