Vorbemerkung.
ie Flugschrift „juchhe nach Italia" war die erste Arbeitmit welcher ich in Paris , während ich um Geschäftsleben stand,zur politischen Schriftstellerei zurückkehrte, nachdem ich grade zehnJahre vorher in der Schweiz meine Erinnerungen aus der pfälzerErhebung veröffentlicht hatte. Den Anstoß gab mir der HriegFrankreichs gegen Österreich zur Befreiung Italiens. Bekannt-lich ward der Feldzug im Mai 18S9 eröffnet. Es war mirsofort klar, daß mit diesem Ereignis eine neue Aera der euro-päischen Politik beginne, und daß der Erlösung Italiens dieDeutschlands folgen müsse, wenn Preußen nicht ganz taub für denRuf des Schicksals bleibe. Aber die Strömung in Deutschland war weithin eine entgegengesetzte. Nicht nur im Süden, wo dieösterreichischen, antipreußischen, katholischen und zum Teil auch diedemokratischen Tendenzen eine Parteinahme für Gsterreich gegenPreußen und gegen Louis Napoleon diktirten, sondern auch invielen Mreisen des nördlichen und westlichen Deutschlands war die-selbe Auffassung vorherrschend. Die großen Blätter, auch amRhein, huldigten der Idee, Preußen müsse Österreich beispringen,um nicht nach dessen Besiegung zu schwach Frankreich gegenüberdazustehen; der Rhein müsse am Ticino verteidigt werden, wie da-mals die Formel lautete. Eine interessante Gruppe unter denpreußischen Kämpfern für Österreich bildeten die drei MännerLothar Bücher, Roobertus und Kaplan Berg. Berg war einLudwig Bamberger's Ges. Schriften. III. 11