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3 (1895) Politische Schriften von 1848 bis 1868
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allen Spalten des Blattes die Lärmglocke über die Gefahrgeläutet wird, welche von Deutschland herüberdroht. Dasarme Frankreich darf keine Nacht mehr ruhig schlafen.Drüben steht der Preuß' und fletscht die Zähne nach Elsaß .Lothringen, der Freigrafschaft, Burgund , wer weiß nach wasallem? Dieses lächerliche Notgeschrei haben demIsioxs"sicherlich seine Württembergischen Freunde nicht beigebracht,und wer ihm die Briefe aus Bern und dem Haag schreibt,des Inhalts, daß auch die Schweiz und Holland von Preußen gefressen zu werden fürchten, das weiß er und der liebe Gottbesser als wir.

Will man aber in Berlin wissen, mit welcher Ausrededie Angriffe desIswvs" und seine Provokationen zumKrieg gegen Preußen beschönigt werden? Nun, man sagt:Frankreich , übel oder gut regiert, kaiserlich oder nicht, istimmerhin das Land von 1789, und ehe daß der Staat, inwelchem das Junkertum mit seinem eingeborenen Haß gegenRecht und Freiheit so mächtig ist, über uns herfalle, wollenwir das Prävenire spielen." Das ist offenbare Sophistik,und die Mitarbeiter amIsmps« sind nicht die Leute, welcheproklamieren, daß der demokratische Gehalt des kaiserlichenFrankreichs einen Schuß Pulver wert sei. Sie wissen auch,daß alle Parteien in Norddeutschland mit Ausnahme derFreunde Öfterreichs ein Interesse am Frieden mit Frankreich haben. Aber sie wollen uns nun einmal an den Kragen unddarum machen sie aus jedem Akt der Willkür, aus jederNechtsverkennung, die sie in Preußen denunzieren können,einen Schlachtruf zum Angriff gegen den Staat, der aller-dings seine Mission nur erfüllen kann, wenn er ein ent-schlossener und beharrlicher Bekenner des Rechts und derFreiheit ist. Nomti MStitiara äiseiw!