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Ergebnis ihrer umsichtigen und erschöpfenden Nachforschungenfest, daH die Silberprvduktion der Vereinigten Staaten allein dermalen nach der allerniedrigsten Schätzung 180Millionen Mark ergebe, und daß die übrige Welt nur 140Millionen fördere. Nicht iu gleichem Maße übrigens, wiedie Gewinnung, hat die Ausfuhr des Silbers aus Amerika zugenommen, und seit Anfang 1875 ist ein weiterer Rück-gang in der Aussuhr zu bemerken. Dieser Umstand erklärtsich aus Maßregeln der amerikanischen Münzpolitik be-treffs der Ausprägung von Silbergeld, auf die wir zurück-zukommen haben.
Unmittelbar nach Behandlung des amerikanischen Elementes wendet sich der englische Bericht der deutschenMünzreform zu. Er giebt zunächst eine summarische Dar-stellung der ganzen Gesetzcsreihe, die in Münz - und Bank-sachen das neue Reich erlassen, um alsdann auf die fürihn Praktisch wichtigste Frage zu kommen, wie viel SilberDeutschland noch abzugeben habe. Die unbestrittene That-sache, daß es zur Zeit (der Berichterstattung) uur denBelauf von etwa 120 Mill. Mark losgeschlagen, wird auchhier iu einer Weise vorangestellt, die vermuten läßt, daßsie ob ihrer Geringfügigkeit Verwunderung und Zweifelerregte. Ueber deu Betrag des Thalervorrats, der annochim Schoße des deutschen Verkehrs vorhanden, ergeht sichder Bericht in einer angestrengten Untersuchung, derenEinzelheiten wiederzugeben hier umsoweniger Anlaß vor-liegt, als einheimische Arbeit, auS welcher die Kommissionhauptsächlich schöpfte, ihre Resultate aus direkt geliefert hat.Die schließlichen Schätzungen, auf welche Bezug geuvmmen ist,bewegen sich zwischen den äußersten Punkten von 600 nnd1W Millionen Mark, erstere sich der Veranschlagung nähernd,welche noch in neuester Zeit unser um diese Dinge ammeisten verdieute Soetbcer aufgestellt hat, letztere nach der