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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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auch in diesem Weltteil Süß einen stetigen Rückgang wahrnnd erwartet in gegebener Zeit ein gänzliches Versiegen.Von dem reichsten der australischen Goldfelder, in Viktoria,heißt es:die Abnahme der Goldproduktion wird daherwohl der thatsächlichen Verarmung oder Erschöpfung derLagerstätten und uicht untergeordneten und vorübergehendenUmständen zuzuschreiben sein."

In dem besonderen Abschnitt, welchen Süß Australienwidmet, ist dies allerdings der einzige scharse Ausspruch:im übrigen begnügt er sich mit Schilderung der Thatsachenund stellenweise läßt er sich sogar zu der Bemerkung her-bei, daß einzelne Gebiete noch nicht auf der Höhe ihrer Er-giebigkeit angelangt sein müssen. Wie es nach der Stoff-verteilung selbst, welche alle Länder der Erde zu bedenkenhatte, nicht anders geschehen konnte, ist der australischenGoldgewinnung im Ganzen ein Kapitel von nur 25 Seitengewidmet, während Wolff sich nur mit Australien beschäftigtund etwa den achtfachen Raum darauf verwendet. Natür-lich beweist dies allem gar nichts für oder gegen die Stoff-menge, welche vom Einen und vom Andern verwertet seinmag. Aber voraussetzend, daß beide Teile mit gleichemFleiß nnd gleicher Gewissenhaftigkeit gearbeitet nnd ge-forscht haben, kann billiger Weise die dem einen Gegen-stand ausschließlich gewidmete, in allen Einzelheiten breitangelegte Untersnchnng ans ihrem Felde einen höherenGrad von Autorität beanspruchen. Ich gestehe ferner,daß ich in den hier zur Lösung gestellten Fragen lieber demBergmann folge, als dem Geologen, und wenn nuu dieserzu dem entgegengesetzten Resultat gelangt, wie jener, wennaber beide darin einig gehen, daß Australien für die mo-derne Goldproduktiou das wichtigste Laud ist, so ergiebt sichdie Nutzanwendung in der Hauptsache von selbst. Wolfferklärt schon im Eingang seiner Schrift, daß die Gold-