1868
i.
Geehrte Herren!
Zwei Wochen sind heute über das erste deutsche Zoll-Parlament hingegangen. Die Hälfte der Zeit, währendwelcher eS diesmal zu tagen hat, ist mutmaßlich verstrichen.Wenn auch noch bei weitem nicht der interessanteste undschwierigste Teil der gegenwärtig zu lösenden Ausgabenhinter ihm liegt, so hat es doch schon lehrreiche und be-deutsame Ersahrungen gesammelt »nd von ungefähr einenMaßstab gewonnen für die Wirksamkeit, welche ihm vor-erst zu entfalten vergönnt sein wird.
Das Bertraueu, welches Sie, meine geehrten Herren,in mich gesetzt, die großartigen Anstrengungen, welche Siebei Gelegenheit der Wahl gemacht haben, legen mir die an-genehme Pflicht aus, Ihueu iu ungezwungeuer Form undWeise Recheuschast zu geben über die Eindrücke, die ichempfange, über die Wahruehmungen, die ich machen werde.Ich beabsichtige nicht, Ihnen Tag für Tag zu berichte,?,was iu dein Saal des Parlaments gesprochen und be-schlossen worden ist, denn darüber können Sie in den
Ludwig Namberger's Ges. Schriften. IV. k