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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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Zeitungen Aufschluß finden. Vielmehr empfinde ich dasBedürfnis, mich mit Ihnen bald über den Kern, bald anchüber die Schale der Dinge mit jener Freiheit und Auf-richtigkeit zu unterhalten, der wir uus in den zahlreichenöffentlichen Versammlungen, in denen wir untereinanderverkehrten, rückhaltlos zu ergeben pflegten.

Eigentlich müßte eiue Herzensergicßung von der Art,wie sie mir eben vorschwebt, eine gegenseitige sein. DerAbgeordnete müßte sogar vielleicht uoch bevor er sich zueiuer Epistel an seine Wähler niedersetzt, auch von dieseuetwelche vertrauliche Mitteiluugeu erhalte» habe»; er müßtewissen, ob und welche Zweifel ihnen in der Zwischenzeitaufgestiegen seien, damit er in seinen Antworten geradedaraus IvSgehe. Aber aus den Augen, aus dem Sinn!.Kaum, daß ich ei» viertel Dutzend Briefe von zu Hausbekam, diejenigen abgerechnet, in welchen einige Leute vonFach so freundlich waren, mich von ihrem Standpunkteaus über besondere Dinge, wie Eise», Blei, Petroleum uuddergleichen zu belehren. Mau war auch vou dem ganze«Wnhlspektalel so müde und hatte meine» Namen so oft ge-hört, daß ich nur lebhaft denke» kau», wie wohl es that,eimual a»ssch»a»fe» zn können. Auch wird mir nicht soschwer zu raten, was man daheim denkt; vierzehn TageBerlin habe» mir die Rheinlnft noch nicht so aus denÄnvchen getrieben, daß ich mir nicht vorstellen könnte, wieeiner z. B. ebc» politisiert, we»» er an einem schöne»Abc»d i» der Moritz-Halle seine sterbliche Hülle von außennnd innen zugleich ersrischt. Raisonniert mag schon werden,öas ist unvermeidlich, aber sollte vielleicht der eiue oderder andere sich beklagen, daß es bis jetzt nicht nach seinemSinne gcgauge», so ist es nicht meine Schuld uud demZoll-Parlament seine Schuld ist es auch nicht ausschließlich.Denn ich habe es Ihnen ja von der ersten bis zur letzten