sich mit ihnen verwachsen hatte, ein Zustand, der ja dieBildung des Reichs teilweise überdauert und uns verhinderthat, so wie Italien eine wirkliche Monarchie zu werden.Wenn bei uns im Gegensatz zu allen anderen modernenGroßstaaten noch das Gespenst der Möglichkeit eines Rück-falls in die alte Zersplitterung auftauchen kann, so laßtdies Gespenst sich nur in der Gestalt des alten WienerKongresses denken, mit dem Gefolge des alten deutschenBundestags und seiner großen und kleinen selbstherrlichenDynastieen. Nur diese und ihr Anhang von orthodoxen,feudalen und spießbürgerlichen Hintersassen waren anti-national, wurden deshalb auch überwunden und zur natio-nalen Einheit hiugezwungen vom liberalen Geist, der sichgegen sie auflehnte.
Wenn wir deshalb sehen, daß heute gerade diese da-mals überwundenen Elemente im nationalen Mantel drapiertauftreten, so springt in die Augeu, daß wir es nur miteiner Maskerade zu thun haben. Das nationale Ziel, dieUnterwerfung der einzelnen Sonveränetäten unter denBundeSstaat, ist erreicht, und wenn es — ganz uuwahr-scheiulicherweise — nicht unzerstörbar gesichert sein sollte,so würde die Gefahr ihm nur aus dem Geiste seiner altenGegner, der Orthodoxie, des Feudalismus und des parti-kularistischen Pfahlbürgertnms erstehen können. Das nationaleBanner in der Hand der preußischen Ultras und der säch-sischen Zünftler ist die Karrikatnr dessen, was es einst be-deutet hat, und diese Karrikatur ist ganz einfach so zustandegekommen, daß die überwundenen Gegner sich das abgelegteGewand des Siegers angeeignet und dasselbe nach ihrerFasson gewendet, aufgefärbt und zurecht gestutzt haben, umals die lachenden Erben der nationalen Bewegung darineinherstolzieren zu können. Was und wer ihnen dabeialles geholfen, braucht nicht des Näheren geschildert zu