vorsichtigen Bahnen zu halten; daS allgemeine dahin znbezeichnen, das; scharfe nnd tief störende Geldkrisen im ver-besserten Weltverkehr überhaupt wahrscheinlich jetzt seltenerauftreten als ehemals. Und von diesen beiden Momentenist das letztere das wichtigere. Denn so viel steht fest, alleVorsicht und Maßhaltung innerhalb der Grenzen auch einesgroszen Staates könnte denselben nicht vor der Mitleiden-schaft retten, in welche ihn die im Ausland entfesseltenstarken Geschüstsstürme mit hineinreißen würden. Ja dieselbeVervollkommnung des Znsammenhangs der Weltwirtschaft,der wir die verminderte Gefahr schwerer Krisen verdanken,bedingt anch umgekehrt die leichtere Verbreitung des Übels.Aber die gnte Seite dieses Knlturfortschritts ist die starküberwiegende. Wie immer sind mit der Verbesserung mensch-licher Einrichtungen etliche Gefahren auch hier verbunden,die aber hiuter der Größe des Nutzens bedeutend zurück-treten. In unserer unmittelbaren Nähe, in Frankreich , sindwahrend dieser sünszehn Jahre zweimal starke Katastrophenausgebrochen. Aber nicht nnr haben ihre Wirbel nicht dendeutscheu Geldmarkt beträchtlich zu stören vermocht, sondernman kann umgekehrt behaupten, die Verkehrsleichtigkeit undSolidarität des Weltgeldmarktes hat große Dienste ge-leistet, um die akuten Wirkungen des Bontoux- und desPanama- und Kupferkrachs in Frankreich und für Frauk-reich selbst abzuschwächen.
Was sich hier im Weltverkehr des Geld- und Kapital-marktes zeigt, beruht auf denselben Voraussetzungen, denenes zu verdauten ist, daß in zivilisierten Ländern von Hungers-not nicht mehr die Rede sein kann. Die Freiheit undSchnelligkeit der Bewegung und des Austausches, die tele-graphische Ubiauität der geschäftlichen Thatkraft bewirkt,daß überall, wo ein Großfeuer anSbricht, die Löschmanu-schaft sofort zur Stelle ist. Das ist eiu unberechenbarer