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5 (1897) Politische Schriften von 1879 bis 1892
Entstehung
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großer Segen des schnellbeweglicheu Verkehrs unter denNationen. Es läge nahe, von dieser Stelle ans einen Ex-kurs zu machen auf die Bemühungen, welche so emsig da-hin gerichtet werden, diesem Segen als einem Fluch ent-gegenzuarbeiten. Auch dürfte daran erinnert werden, wiedas leicht bewegliche Gold selbst einen Anteil an dieser Ver-besserung hat. Doch das Alles würde diese Betrachtungenzu sehr in die Weite führen, und es genügt, den Gedankenangeregt zu haben, den Jeder, dem es nicht an guteinWillen fehlt, denn Wissen ist kaum dazu nötig, sich selbstweiter spinnen mag.

Eine Gefahr bleibt immer bestehen, die des Krieges.Zwar könnte man auch hier den Gedanken vertreten, daßein Krieg, und sogar ein sehr unglücklicher Krieg, in dieGeldverhältnisse eines großen soliden Staatsbankwesens,welches sich das Vertrauen des In- und Auslandes inlanger Friedenszeit zu verschaffen gewußt hat, künftig nichtmehr so störend einzugreifen drohe, wie man das früheranzunehmen geneigt war. Die Erfahrungen, welche auffranzösischem Boden gemacht worden sind, verdienen jeden-falls nicht übersehen zu werde». Der Kredit der französischenBanknote ist trotz furchtbarer Schicksalsschläge, die das Land1870 und 1871 getroffen haben, keinen Augenblick beträcht-lich erschüttert gewesen. Und man darf wohl annehmen,daß die aus der Münz - und Bankreform und aus derallgemeinen wirtschaftlichen Hebung hervorgegangenen deut-schen Zustände wenigstens annähernd das Recht geben zudem Glauben, daß in schweren Zeiten ein ähnliches Selbst-vertrauen des Landes zu seiner finanziellen Widerstands-kraft sich bewähren würde, wie dies in Frankreich erlebtworden ist.

Mit all dem soll den Gefahren künftiger Geldkrisen,die aus wirtschaftlichen oder aus kriegerische« Katastrophe»