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5 (1897) Politische Schriften von 1879 bis 1892
Entstehung
Seite
325
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König gesagt, und kein schlechter; derselbe, welcher, nachdemin langen, ruhmreichen Kämpfen sein weißer Federbusch diehugenottischen Scharen zum Sieg geführt hatte, au derentscheidenden Stelle die Entdeckung machte, daß Paris wohl eiue Messe wert sei.

Merkwürdig genug, daß eiu Mau», der im Laufe seinerPraxis selbst so oft von jenem Geheimnisse der StaatskunstGebrauch geinacht hatte, welches in der kühneu Inkonse-quenz besteht, sich des Gleichen so gar nicht von Seitenseines königlichen Mitspielers versah. Mit welcher Sicher-heit hatte er daranf gerechnet, daß er gerade mit diesemjnngen Thronfolger sein Persönliches Regiment noch unein-geschränkter entfalten werde als mit dem alten Kaiser Wil-helm! Dem bekannten Getreuen, dem Moritz Busch , er-zählt der verstorbene Viktor Hehn in seinen kürzlich ver-öffentlichten Briefen an Wichmann nach, er habe im Freundes-kreise folgende bezeichnende Äußerung Bismarcks zumBesten gegeben:Ich baue auf den (damals vieruud-zwauzigjährigeu) Prinzen Wilhelm. In dem steckt der Geistund Charakter eines Gardeoffiziers, und nur das kanu uuseiust helfen."

In der Fülle mannigfaltiger Betrachtungen, welchesich aufdrängen, so oft man dem wuuderbareu iunereu Zu-sammenhang dieser erstaunlichen Wendung der Begebenheitennachgeht, stellt sich immer am ergreifendsten der Gedankeein, wie merkwürdig es doch gekommen ist, daß gerade dietiefst angelegten Berechnungen aus Werkzeugen der Selbst-erhaltuug Werkzeuge der Selbstzerstöruug gemacht haben.Drei Diuge wareu es. auf welche Fürst Bismarck sich mitaller Macht geworfen hatte, weil er in ihneu die kräftigstemAuker seiuer Selbsterhaltung gefunden zu habeu meinte: