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überwiegend, daß der Raum für die Ziehung der Parallelekleiner wird, je naher man die beiden Erscheinungen ins Augefaßt. Es bleibt schließlich nichts übrig als gewisse herr-schende Züge der Psychologischen Verwandtschaft, welche allenpolitischen Gewaltmenschen gemein sind, und die Größe desAnsehens, durch welche sie die Geister bezwingen. Alles inAllem, im Guten wie im Bösen, ist das Titanentum desKvrseu bei weitem das großartigere gewesen. Aber einigesInteressante bietet sich doch noch für das vergleichendeStndium. Alle Augenzeugen berichten von der merkwür-digen positiven Thätigkeit, die der entthronte Weltherrschersofort am ersten Tage seiner Ankunft auf dem Jnselcheuentfaltete. Wie er es in den Zeiten seiner länderver-schlingenden Märsche gewohnt gewesen, stieg er alsbald zuPferde, um sich das Gebiet zu besehen. Eben hatte er,mit Mühe und Not der ihm feindlichen, legitimistisch ge-sinnten Bevölkerung des südlichen Frankreichs uuter de-mütigender Verkleidung entgangen, sicheren Boden unterseinen Füßeu gewonnen, als er sich daran machte, allesnach seinen Ideen zu gestalten. Er ließ Pläne für Hafenund Festung von I'orwtsi-i's.io, der Hauptstadt seines lili-putanischen Reichs, entwerfen, Statistik und Steuerentwurfausarbeiten; kurz, sein Schaffensdrang stürmte dranf los,wie zu den Zeiten von ehemals, wenn es galt, das KönigreichItalien oder das Departement der Elbmündungen zu orga-nisieren. Er ließ sofort au die Verschönerung der Stadtnnd die Vergrößerung seines Palastes Hand anlegen undeine Proklamation an die Einwohner ergehen: „Ich werdeein guter Vater sein, seid gnte Söhne", nnd der Vikar Arrighischrieb auf seinen Wunsch einen Hirtenbrief, in dem es hieß:„Die Jusel Elba tritt ciu iu die Zahl der Nationen". — Inden Akten des geheimen Archivs von Florenz , welche erstvor einigen Iahren veröffentlicht wurden, figurieren die