formen hingestellt zu werden. Fürst Bismarck hat inwirtschaftlichen Dingen mit Vorliebe an untergeordnetecharlatanistische Ratgeber geglaubt. Davon wissen dieSachkundigen der Getreidebörse die schönsten Geschichten zuerzählen. Die Charlatanerie hat ja auch ans medizinischemBoden ihre beste Kundschaft in den Kreisen der Aristokratie.Die Verachtung des gesunden Menschenverstandes und derprosaischen Regeln ist ein Psychologisches Attribut der kava-lieren Erhabenheit über die Denkweise, die auf ebenem Wegezu Fuße wandert.
Jedoch das Glück, welches dem Deutschen Reiche inSachen seiner Münzreform treu blieb, gleichsam als solltees für feinen ersten großen Gedanken selbst vom blindenZufall belohnt werden, hatte es so gefügt, daß jener unglück-selige Eingriff erst erfolgte, als die Umwandlung des Silbersin Gvld bereits zum größten Teil vollzogen war. Auchvor diesem Zeitpunkt war mangels richtiger Beurteilung derWeltverhnltnisfe und aus kleinlichen Auffassungen herausvon Anderen als dem Fürsten Bismarck , und die es hättenbesser wissen können, schädliche Verzögerung nnd kostspieligeKnauserei besorgt worden. Hütte an maßgebender Stelledas volle Verständnis für die Größe und die welthistorischeBedeutung der Umwandlung in der Zeit von 1871 bis1879 gewaltet, so würde der Mißgriff dieses letzten Jahresgar kein überflüssiges Silber mehr vorgefunden haben.
Die Probe auf diesen Mißgriff ist heute leicht zumachen. Als xs.r or<Zrs äu Noutti im Mai 1879 plötzlichbefohlen wurde, keine Thaler mehr einzuziehen und zu ver-kaufen, wie es zur Durchführung der Münzreform aus-drücklich vom Gesetz vorgeschrieben war, interpellierte eineAnzahl von Abgeordneten des Reichstags, an deren Spitzeder ehemalige Minister und Präsident des Reichskanzler-amtes Delbrück , über die Thatsächlichkeit dieser willkürlichen