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die Allgemeinheit für die Stromlieferung aufnahmefähig zumachen.“ (Artur Fürst)
Die AEG beginnt jetzt einen großzügigen Ausbau ihresUnternehmens. Sie übernimmt die Fabrikation der verschieden-sten elektrotechnischen Apparate und Maschinen. In der Acker-straße wird zunächst eine Fabrik für Dynamomaschinen errichtet.In der gleichen Zeit wendet man sich der Herstellung elektrischerStraßenbahnen zu. Die erste elektrische Bahn richtet die AEG inHalle ein, andere Städte folgen. Anläßlich der ElektrotechnischenAusstellung in Frankfurt a. M. führt die AEG auf RathenausInitiative ein Projekt des Münchener Ingenieurs Oscar von Miller,der schon seit längerer Zeit mit Rathenau zusammenarbeitet,durch: die Übertragung elektrischer Kraft über eine Entfernungvon 150 km. Mit Hilfe der von der AEG erbauten ersten Dreh-stromanlage gelingt es, die Energie des Neckar-Wasserfalls beiLauffen auf elektrischem Wege bis nach Frankfurt a. M. zu leiten.Damit ist zum erstenmale das Prinzip der Überlandzentraleverwirklicht. Praktische Verwertung erhält dieses Projekt bei derAnlegung einer Kraftzentrale zur Ausnutzung der Wasserkräftedes Rheins bei Rheinfelden. Der Ruf der AEG ist damit in allerWelt begründet. Die Errichtung weiterer Zentralen in Ober-schlesien, an der Oberspree und im Auslande folgt. Am 20. Juni1894 gelingt es ihm endlich, nach schwierigen Verhandlungenden Vertrag mit der Firma Siemens zu lösen. Erst jetzt steht seinUnternehmen völlig auf eigenen Füßen. In knapp zehn Jahrenhat er eine Fabrik aufgebaut, die von der Glühlampe bis zurDynamomaschine alle elektrischen Erzeugnisse selbst herstellt.
Die nächsten Jahre, vor allem das Jahrzehnt nach der Tren-nung von Siemens, dienen der weiteren Expansion. Der IngenieurRathenau wird immer mehr zum Finanzpolitiker. Jetzt zeigtsich erst seine eminente kaufmännische Begabung. Aus der AEGheraus entwickelt er ein weitverzweigtes System von Tochter-unternehmungen. Zur Unterstützung des Auslandsgeschäftesbegründet er in Zürich die „Bank für elektrische Unterneh-mungen“ mit einem Kapital von 30 Millionen Franken. Als dieAEG 1897 nach Übersee geht, wird die „Deutsch-ÜberseeischeElektrizitäts-Gesellschaft“ geschaffen. Zur Errichtung von