einer allgemeinen vergleichenden Geographie. 43
erst den jüngsten Erdtheil nicht nur durch eine lange auf einanderfolgende Reihe von Seemännern, deren Fahrten in v. Zimmer-manns Australien zu übersehen sind, ganz von neuem entdeckt undberichtigt, sondern auch dessen Landvcste durch C. FlinderS mitder höchsten nautischen Genauigkeit rund um seine Küsten zuerstuntersucht. So hat die Natur der Meere in der That durch sieeine ganz neue Stellung auf der Erdoberfläche gewonnen.
Durch Naturforscher, nämlich durch die Untersuchungen derAlgo- und Zoologen, eines Ellis, Lightfoot, Turner, Mertensu. a., eines Donati, Forskal, O. Fr. Müller, De Bose, Peron,Tilesius, ist das Leben und Weben in ihren Tiefen an das Tages-licht gekommen. Nur allein von Capt. Baudins unglücklicher Er-pedition nach Australien brachte Peron durch seine und seinerFreunde Thätigkeit eine Zahl von 18444 Naturkörpern mit, un-ter denen, nach den Angaben der Pariser Gelehrten, 1400 neueSpecies aus der oceanischen Zoologie sich befinden sollten. Nochmerkwürdiger wären Beobachtungen über das Leben der oceani-schen organisirten Bildungen, deren Tilesius aus seiner Erdumse-gelung so viele sammelte. Nach seinen mündlichen Belehrungenkönnen diejenigen, welche über den Haushalt der Meere Aufschlüssegeben, an ihrer Stelle mitgetheilt werden.
Die Bemerkungen eines Pepssoncl, B. Franklin , I. Cook,Eh. Blagden, P. I. Vladh und Marchand über die localen Be-wegungen des Meeres erregten die Aufmerksamkeit der Seefahrer.La Place vollendete die Theorie der allgemeinen Meeresschwan-kungen; Lametherie entwarf eine Hypothese für die localen Strö-mungen, die Nomme gesammelt hatte. Aber Fleurieu, Nennell,A. v. Humboldt und v. Krusenstern bereicherten diese Lehre mitden bestimmtesten Thatsachen, zeigten ihre Wechsel, ihre Begren-zungen an und berechneten das Mittel ihrer Geschwindigkeiten.Nennell und v. Humboldt machten sie zum besonderen Gegenstandihrer Aufmerksamkeit zum Besten der Sicherung des Menschen-lebens und wegen ihres historischen Einflusses auf die leichtereVerbindung seefahrender Völker.
Sie führten zuerst Franklin auf die Untersuchung der Meeres-