einer allgemeinen vergleichenden Geographie. 49
allererste und früheste vom Irdischen ausgehende Antrieb nachder nächsten oder ersten Mitte des Wissens in der Atmosphäre,nämlich der sogenannten nutzbaren Meteorologie, auf irgend eineWeise hierdurch befriedigt und ihre Anforderungen aufgelöst wor-den. Aber wie jede Prognose an sich schon unfruchtbarer für dieWissenschaft und mehr Sache der egoistischen Neugier als rein-menschlichen Strebens zu sein scheint, weil ihr die Demuth unddas Vertrauen zur göttlichen Vorsehung fehlt, so scheint auch demEifer, der in ihrem Sinne sich abmühet, im Weltganzen keineentsprechende Belohnung vorbehalten zu sein, dahingegen das un-eigennützige Streben nach Wahrheit schon in manchen Zweigenmit der Zurückführung zur wahrhaften oder lebendigen Mitte ge-krönt wurde.
Zugleich ergiebt sich aus dem Vorhergehenden, ohne weiteresAuseinandersetzen der Quellen, das Einwirken aller so gewonne-nen Resultate auf das Verständniß der Gesetze des geographi-schen Verhältnisses der ganzen belebten Natur. Wenn hierin etwahie oder da in gegenwärtiger Anordnung eine interessante Aus-sicht hervortreten sollte: so verdankt der Verfasser diese ganzeRichtung seiner Aufmerksamkeit dem vicljährigen, belehrenden und,mit Stolz sei es gesagt, vertrauten Umgange mit einem edelnManne, S. Th. Sömmering, der als ein Schmuck seines Jahr-hunderts und seiner Nation genannt wird. Denn sein Geist er-füllte auch Andere mit den Ahnungen der Tiefen der Natur, diesein eigener Genius bis in ihre verborgenen Geheimnisse durch-schaut hat.
>l) Die Wirkungen unter der Erde.
Gehen wir nun zur Reihe des dritten Elements und zu denWirkungen seiner cpclopischen Gewalten über: so zeigt sich, daßder lange Streit der Neptunisten und Vulcanisten das lebhafteInteresse, entweder etwas Altes niederzureißen, oder etwas Neuesaufzubauen, nach menschlicher Weise zur größeren Thätigkeit ge-trieben, die Kraft der Untersuchung geschärft und wenn auch garnicht sich selbst befriedigt) doch die dem Streite zusehende allge-
Ritter Biitrkgc. D