Ueber geographische Stellung
nickt, als der Raum cö gestattete, wodurch die Lage dieses Erd-theils vor allen andern ausgezeichnet ist, indem sie die Vortheiledes centralen mit denen der peripheren Ländcrstellung vereinigte.Gleichartige Verkeilungen, größere Jsolirungen und andere Stellun-gen der Erdtheile über das Rund des Planeten würden die Be-dingungen zu ganz verschiedenartigen Entwicklungen auf demselbengewesen sein.
Mit der eigentlichen Trennung der Landhalbkugel iu zweierleiHauptstämme der Alten und Nencn Welt und mit deren uutergeord-netcr Sonderung in die vier größcru Wclttheile ist sür die großenDurchbrüche oder die continentalcn Meere die günstigste Form dereinander benachbarten Gegcngestadc auf weite Küstenlinien hin er-zeugt, durch welche die Nordwestendcn der Alten Welt und dieNordostenden der Neuen Welt ganz besonders ausgezeichnet sind,eine Küstenform, deren weckender und bereichernder Einfluß weitüber ihre unmittelbar räumliche Grenze hinaus, sich von selbst er-giebt, wenn man auch nur an die Gegengcstade denkt, unter derenbegünstigendem Einflüsse die Völker der Alten Welt, die Phöni-cier, Aegppter, Griechen, Karthager u. s. w., standen, an die desScandinavischcn Nordens und die der neuern Zeit in Westeuropa und Nordostamcrika.
Diese Küstcnform ist aber, bis auf kurze, nur im einzelnenbegünstigte Strecken, dem äußern Saume der Landhalbkugel ver-sagt, kommt nur dortigen Inselgruppen zu gute, nicht aber denContinenten, die zu weit auseinander gerückt sind, um wechsels -weis leicht erreichbare Gcgcngestade zu bilden für die Bewegun-gen der Gewässer, die Strömungen, die Winde, für die Wande-rungen der Thiere, der Floren, der Volker und der Kulturen.Nur die vollendetste Schifferkunst konnte die Südcndcn des Pla-neten verknüpfen.
Alle diese Hauptverhältnisse hängen nur allein von der eigen-thümlichen Anordnung der Läudergruppen und der Wasserflächen,oder von jener Vertheilung und Gruppirung in Bezug auf dasGanze des Erdrundes ab, und eine große Reihe allgemeiner und