und horizontale Ausbreitung der Erdtheile. jt5
besonderer Erscheinungen, die im Einzelnen sich leicht verfolgenlassen, findet, für alle Unterordnungen der Länder, in den be-sonderen Verhältnissen, die aus diesen allgemeinen der horizon-talen Dimensionen unmittelbar hervorgehen, ihre hinreichende Er-klärung.
III. Stellungen der einzelnen Erdtheile.
Ganz andere Erscheinungen haben die, von jener allgemeinenAnordnung verschiedenen, aber mit ihr vereint wirkenden, beson-deren Stellungen und Ausbreitungen der einzelnen Theile der Erdegegeneinander bedingt.
Europa , das kleinste Festland, von dem großen durchbrochnenRinge der Continente umgeben, und Australien , die größte Insel,vom freien Ocean umflossen, sind die Nord- und Südländer inder Mitte der Erd- und Wasserkreise, der continentalen und pela-gischen Seite des Erdplaneten. Europa wäre dieser Stellung ge-mäß, im Marimum der vereinten Continente, der continentalstealler Erdtheilc vorzugsweise zu nennen, der Uebergang, das Ver-bindungsglied aller zu allen. Auch der historisch-klassische Bodendes westlichen Vordcrasicns und der Umsäumung Nordafrika's nehmen ihren Antheil an dieser Weltstellung, in deren Mitte dasreichste Gcgengcstade des Mittelländischen Meerbeckens sich aus-breitet. Der Einfluß dieses Erdraums auf den Kulturgang derganzen Erde und ihrer Bewohner, für die Nähe und weitesteFerne, ist bekannt und mitbedingt durch diese in ihrer Art auf demErdrund nicht zum zweiten Male wiederkehrende, unstreitig gün-stigste Verthcilung der Räume und Formen. Von jeder anderenErdstclle könnte man, den äußern Umständen gemäß, die noth-wendig längere Dauer und die noch größeren Schwierigkeiten undHemmungen durch räumliche Bedingungen für solche Entwicklunguniverseller Civilisations- und Kulturverhältnisse, der Analogiegemäß wohl nachweisen, und die gleich alten Kulturanstrcbungenähnlicher Art in anderen Legalitäten, welche bei der reichlichsten
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