und horizontale Ausbreitung der Erdtheile. j2i
der Erde, abgesehen von allem übrigen, durch seine räumlichenAusbreitungen vorbereitet wie kein andrer, indem er jeden Bedarfund Hausrats) der Völker den wandernden, wie den sich ansiedeln-den Stämmen und Geschlechtern mitgeben konnte.
VI. Zurundung und Gliederung.
Noch bleibt von den allgemeinern auch das Verhältniß derZurundung und Gliederung der horizontalen Ausbreitungen beiden verschiedenen Erdtheilen zu beachten übrig.
Afrika bietet in dieser Hinsicht die einfachsten Erscheinungendar; es zeichnet sich unter den drei Erdtheilen der Alten Weltdurch seine fast insclartige Abgeschiedenheit von den übrigen aus,nnr mit einer sehr schmalen (wahrscheinlich jüngern) continentalenVerbindung mit Westasien, durch die Landenge Suez. Seine mehrabgeschlossene Erdgestalt nähert sich einer elliptisch zugerundetenFigur, mit im Ganzen sehr einförmiger Küstenperipherie; der Län-gendurchmcsser dieser Figur ist dem Breitendurchmesser fast gleich,und eben so climatisch gleichartig (bis zum 35sten Parallel) aufder Nord- wie auf der Südseite des Aequators hingestreckt. Ohnetiefere Buchten, Einschnitte oder Meeresarme ist der Umfang sei-ner Küstcnkrümmung von etwas über vicrtehalbtauscnd (3800 M.)Längenmeilen, die einförmigste Küstcnnmsäumung aller Erdtheile,Afrika hat daher, seiner insularischen Lage und seines großen Arealsungeachtet, verhältnißmäßig die kürzeste Küste unter den Erdtheilcn,und sein Binnenland hat durch die kärglichste Gestadeform diemöglichst geringste Berührung mit dem Ocean erhalten.
Asien , nur nach drei Seiten vom Meere umflossen, macht inseiner horizontalen Ausdehnung mit Enropa gegen Westen hinnoch einen gemeinsamen Stamm aus. Vorzüglich seine Ost- undSüdküsten laufen in weitvorspringende Landzungen, Vorländerund Halbinseln aus, welche als eben so viele, mehr oder wenigergetrennte Glieder, des großen und breiten Erdkörperö zu betrachten