und horizontale Ausbreitung der Erdthcile.
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dem die günstige Gliederung zu Theil ward, zumal gegen denatlantischen Ocean hin. Die größten Bapen und mittelländischenMeere, welche so tief und mannichfaltig in den Norden Amerika's einschneiden, verschaffen diesem einen großen Vorzug vor demNorden Asiens , und geben ihm, an seinen Süd- wie an seinenNordcnden von Binnenmeeren bespült und mannichfaltig gestaltet,der mehr polaren Annäherung ungeachtet die größere Zugänglich-keit, und seiner ganzen Ausbreitung den Naturcharakter Europa's ,welchen die climatische Stellung unterstützte; eine Ausbreitung derPlanctcnstelle, welche mit dieser Vorbildung bei dem Verhältnißder Gegcngestade und der dadurch bedingten Meeresbewegungen,in der möglichst kürzesten Zeit zu einem verjüngten Europa sichumgestalten sollte, und die Civilisation bis in den höchsten Nordender Erde zu verpflanzen berufen zu sein scheint.
Wenn es sich aus diesen Bemerkungen über die Vertheilungder wesentlichsten horizontalen Formen der Erdräume ergebensollte, daß auch in diesen eigenthümliche Entwicklung, Fortschritt,Steigerung der Verhältnisse und Jndividualisirung jeder Plane-tenstclle sich zeigt, und ein gewisses natürliches System der An-ordnung dieser räumlichen Verhältnisse nicht zu verkennen ist, sowird auch die Entwicklung aller übrigen Erscheinungen auf dieserräumlichen tellurischen Grundlage nicht ganz diesem widerstrebend,zufällig oder willkürlich, sondern durch sie bedingt, jedesmal nurstattfinden können.
Aber die volle Wirkung solcher räumlichen Verhältnisse aufdas Besondere und Allgemeine kann nicht aus einer einseitigenAnsicht derselben hervorgehen. Die horizontale Dimension, diegeographische, ist nur diese eine Seite räumlicher Verhältnisse,unter welcher die Länderstrecken erscheinen. Zur vollständigen An-schaung ihrer Gestaltung und deren Einwirkungen gehört noth-wendig die vertikale Dimension der Räume, die physikalische,